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SN7.15

2. Das Kapitel über Laienschüler

2. Upāsakavagga

Nasehoch

In Sāvatthī.

Damals befand sich in Sāvatthī ein Brahmane mit Namen Nasehoch. Er verbeugte sich weder vor seiner Mutter noch vor seinem Vater, nicht vor seinem Lehrmeister noch vor seinem älteren Bruder. Da saß der Buddha gerade inmitten einer großen Versammlung und lehrte den Dhamma.

Da dachte Nasehoch: „Der Asket Gotama sitzt inmitten einer großen Versammlung und lehrt den Dhamma. Warum begebe ich mich nicht zu ihm? Wenn er mich anspricht, werde ich mit ihm sprechen. Aber wenn er mich nicht anspricht, werde ich auch nicht sprechen.“

Und der Brahmane Nasehoch ging zum Buddha und stellte sich schweigend zur Seite hin. Aber der Buddha redete ihn nicht an.

Da dachte Nasehoch: „Der Asket Gotama weiß nichts!“ Und er wollte von dort auf der Stelle umkehren.

Da erkannte der Buddha Nasehochs Gedankengang und redete ihn mit einer Strophe an:

„Es ist nicht gut, Hochmut zu hegen, Brahmane, wenn du das willst, was gut für dich ist. Du solltest das Ziel hegen, das dich hierhergebracht hat.“

Da dachte Nasehoch: „Der Asket Gotama kennt meinen Geist!“ Er beugte seinen Kopf zu den Füßen des Buddha, streichelte die Füße und bedeckte sie mit Küssen und nannte seinen Namen: „Ich bin Nasehoch, werter Gotama! Ich bin Nasehoch!“

Da war diese Versammlung verblüfft: „Ach, wie unglaublich! Wie erstaunlich! Dieser Brahmane Nasehoch verbeugt sich weder vor seiner Mutter noch vor seinem Vater, nicht vor seinem Lehrmeister noch vor seinem älteren Bruder. Und doch zeigt er dem Asketen Gotama so eine äußerste Ergebenheit!“

Da sagte der Buddha zu dem Brahmanen Nasehoch: „Genug, Brahmane. Steh auf und nimm auf deinem eigenen Sitz Platz. Denn dein Geist hat Zuversicht zu mir.“

Da nahm Nasehoch auf seinem Sitz Platz und sagte zum Buddha:

„Wem gegenüber soll man nicht eingebildet sein? Wen soll man achten? Wen soll man wertschätzen? Bei wem ist es gut, wenn man ihn richtig verehrt?“

„Mutter und Vater und auch der ältere Bruder und der Lehrmeister als Vierter – diesen gegenüber soll man nicht eingebildet sein. Sie sind es, die man achten soll. Sie sind es, die man wertschätzen soll. Und bei ihnen ist es gut, wenn man sie richtig verehrt.

Und mit gebeugtem Knie, nicht steif vor Hochmut, soll man den Vollendeten, den Kühlgewordenen, die ihre Aufgabe erfüllt haben und frei von Befleckungen sind, höchste Ehrerbietung erweisen.“

Daraufhin sagte der Brahmane Nasehoch zum Buddha: „Vortrefflich, werter Gotama! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).