← SN

SN6.13

2. Das zweite Kapitel

2. Dutiyavagga

In Andhakavinda

Einmal hielt sich der Buddha im Land der Magadher in Andhakavinda auf.

Zu dieser Zeit nun meditierte der Buddha in der dunklen Nacht unter freiem Himmel, während ein sanfter Nieselregen herabfiel.

Da kam spät in der Nacht der strahlende Brahmā Sahampati, der mit seiner Schönheit die Geierkuppe weithin erhellte, zum Buddha, verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und sagte in Gegenwart des Buddha diese Strophen auf:

„Abgelegene Unterkünfte soll man aufsuchen und üben, um sich von den Fesseln zu befreien. Wenn du daran kein Vergnügen findest, lebe im Saṅgha, von dir selbst beschützt und achtsam.

von Haus zu Haus um Almosen gehend, die Sinne bewacht, wach und achtsam. Abgelegene Unterkünfte soll man aufsuchen, frei von Furcht, befreit in Furchtlosigkeit.

Wo schreckliche Schlangen gleiten, wo Blitze zucken und der Himmel donnert im Dunkel der Nacht: Dort meditiert ein Mönch, ohne dass ein Haar sich sträubt.

Denn das sehe ich immer, es ist nicht bloß das Testament des Hörensagens. In einem einzigen geistlichen Lehrsystem gibt es Tausend, die den Tod bezwungen haben.

In Schulung befinden sich mehr als Fünfhundert und zehnmal zehn Zehner, alle in den Strom eingetreten, von Wiedergeburt im Tierreich befreit.

Was die restlichen Leute betrifft, von denen ich denke, sie haben Teil am Verdienst: Ich könnte ihre Zahl nicht nennen aus Furcht, etwas Falsches zu sagen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).