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SN55.40

4. Das Kapitel über überfließendes Verdienst

4. Puññābhisandavagga

Der Sakyer Nandiya

Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer bei Kapilavatthu auf, im Banyanbaum-Kloster. Da ging der Sakyer Nandiya zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, wenn einem edlen Schüler die vier Faktoren des Stromeintritts ganz und gar vollständig fehlen würden, würde er dann nachlässig leben?“

„Nandiya, wem diese vier Faktoren des Stromeintritts ganz und gar vollständig fehlen, der ist ein Außenstehender, der zu den gewöhnlichen Menschen gehört, sage ich. Aber wie ein edler Schüler nachlässig lebt und wie er beflissen lebt, dazu hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antwortete Nandiya. Der Buddha sagte:

„Und wie lebt ein edler Schüler nachlässig? Da hat ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … Er ist zufrieden mit dieser Zuversicht zum Buddha und bemüht sich nicht weiter um Abgeschiedenheit bei Tag oder Klausur bei Nacht. Wenn er nachlässig lebt, gibt es keine Freude. Wenn es keine Freude gibt, gibt es keine Ekstase. Wenn es keine Ekstase gibt, gibt es keine Stille. Wenn es keine Stille gibt, gibt es Leiden. Wenn er leidet, versenkt sich der Geist nicht im Samādhi. Wenn der Geist nicht im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar geworden sind, wird er als jemand gerechnet, der nachlässig lebt.

Dann hat da ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zur Lehre … und zum Saṅgha … Und seine Tugend wird von den Edlen geliebt … und führt in die Versenkung. Er ist zufrieden mit dieser Tugend, die von den Edlen geliebt wird, und bemüht sich nicht weiter um Abgeschiedenheit bei Tag oder Klausur Nacht. Wenn er nachlässig lebt, gibt es keine Freude. Wenn es keine Freude gibt, gibt es keine Ekstase. Wenn es keine Ekstase gibt, gibt es keine Stille. Wenn es keine Stille gibt, gibt es Leiden. Wenn er leidet, versenkt sich der Geist nicht im Samādhi. Wenn der Geist nicht im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten nicht klar geworden sind, wird er als jemand gerechnet, der nachlässig lebt. So lebt ein edler Schüler nachlässig.

Und wie lebt ein edler Schüler beflissen? Da hat ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … Aber er ist nicht zufrieden mit dieser Zuversicht zum Buddha und bemüht sich weiter um Abgeschiedenheit bei Tag und Klausur Nacht. Wenn er beflissen lebt, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Wenn der Geist im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar geworden sind, wird er als jemand gerechnet, der beflissen lebt.

Dann hat da ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zur Lehre … und zum Saṅgha … Und seine Tugend wird von den Edlen geliebt … und führt in die Versenkung. Aber er ist nicht zufrieden mit dieser Tugend, die von den Edlen geliebt wird, und bemüht sich weiter um Abgeschiedenheit bei Tag und Klausur Nacht. Wenn er beflissen lebt, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Wenn der Geist im Samādhi versunken ist, werden die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar. Weil die natürlichen Gesetzmäßigkeiten klar geworden sind, wird er als jemand gerechnet, der beflissen lebt. So lebt ein edler Schüler beflissen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).