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SN55.25

3. Das Kapitel mit Sarakāni

3. Saraṇānivagga

Über den Sakyer Sarakāni (2)

In Kapilavatthu.

Nun war da gerade der Sakyer Sarakāni gestorben. Der Buddha erklärte, er sei in den Strom eingetreten, müsse nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und sei für das Erwachen bestimmt.

Mehrere Sakyer kamen zusammen, beklagten sich, murrten und widersprachen: „Ach, wie unglaublich! Wie erstaunlich! Wer kann heutzutage nicht alles in den Strom eintreten? Denn der Buddha hat selbst nach dem Tod Sarakānis erklärt, dieser sei in den Strom eingetreten. Sarakāni erfüllte die Schulung nicht.“

Da ging der Sakyer Mahānāma zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete von diesen Vorgängen. Der Buddha sagte:

„Mahānāma, wenn ein Laienschüler seit Langem Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha genommen hat, wie könnte er in die Unterwelt gehen? Und wenn man von irgendjemandem zu Recht sagen kann, er habe seit Langem Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha genommen, so ist es der Sakyer Sarakāni. Der Sakyer Sarakāni hat seit Langem Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha genommen.

Da ist eine Person sicher und zuversichtlich in Bezug auf den Buddha … in Bezug auf die Lehre … und in Bezug auf den Saṅgha … Sie besitzt lachende Weisheit und flinke Weisheit sowie Freiheit. Sie erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin. Diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann ist da eine Person sicher und zuversichtlich in Bezug auf den Buddha … in Bezug auf die Lehre … und in Bezug auf den Saṅgha … Sie besitzt lachende Weisheit und flinke Weisheit, aber keine Freiheit. Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln erlischt sie zwischen zwei Leben … erlischt sie beim Auftreffen … erlischt sie ohne zusätzliche Anstrengung … erlischt sie mit zusätzlicher Anstrengung … geht sie stromaufwärts zum Akaniṭṭha-Bereich. Auch diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann ist da eine Person sicher und zuversichtlich in Bezug auf den Buddha … in Bezug auf die Lehre … und in Bezug auf den Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Mit dem Auflösen von drei Fesseln und dem Abschwächen von Gier, Hass und Täuschung ist sie ein Einmalwiederkehrer. Nur einmal kehrt sie in diese Welt zurück, um dann dem Leiden ein Ende zu machen. Auch diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann ist da eine Person sicher und zuversichtlich in Bezug auf den Buddha … in Bezug auf die Lehre … und in Bezug auf den Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Mit dem Auflösen von drei Fesseln ist sie in den Strom eingetreten, muss nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und ist für das Erwachen bestimmt. Auch diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann ist da eine Person sicher und zuversichtlich in Bezug auf den Buddha … in Bezug auf die Lehre … und in Bezug auf den Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Doch sie hat diese Eigenschaften: die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit. Und sie nimmt die Lehren an, die vom Klargewordenen verkündet wurden, nachdem sie mit einem Maß an Weisheit überlegt hat. Auch diese Person geht nicht zur Hölle, zum Tierreich oder zum Gespensterreich. Sie geht nicht zu verlorenen Orten, zu schlechten Orten, in die Unterwelt.

Dann ist da eine Person sicher und zuversichtlich in Bezug auf den Buddha … in Bezug auf die Lehre … und in Bezug auf den Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Doch sie hat diese Eigenschaften: die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit. Und sie hat ein Maß an Vertrauen und Liebe zum Klargewordenen. Auch diese Person geht nicht zur Hölle, zum Tierreich oder zum Gespensterreich. Sie geht nicht zu verlorenen Orten, zu schlechten Orten, in die Unterwelt.

Wie wenn da ein unfruchtbares Feld wäre, ein unfruchtbarer Boden, wo die Baumstümpfe nicht gerodet wären. Und man hätte Samen, die fehlerhaft und beschädigt wären, von Wind und Sonne verdorben, unfruchtbar und schlecht verwahrt. Und der Himmel ließe nicht genug Regen fallen: Würden diese Samen wachsen, größer werden und zur Reife kommen?“

„Nein, Herr.“

„Ebenso ist da eine Lehre schlecht erklärt und vorgelegt, sie macht nicht mündig, führt nicht zum Frieden, ist nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet. Das nenne ich ein unfruchtbares Feld. Ein Schüler bleibt in dieser Lehre, übt im Einklang mit der Lehre, übt, indem er diesem Vorgehen richtig folgt, lebt im Einklang mit der Lehre. Das nenne ich schlechten Samen.

Wie wenn da ein fruchtbares Feld wäre, ein fruchtbarer Boden, wo die Baumstümpfe gut gerodet wären. Und man hätte Samen, die unversehrt und unbeschädigt wären, nicht von Wind und Sonne verdorben, fruchtbar und wohl verwahrt. Und der Himmel ließe reichlich Regen fallen: Würden diese Samen wachsen, größer werden und zur Reife kommen?“

„Ja, Herr.“

„Ebenso ist da eine Lehre gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet. Das nenne ich ein fruchtbares Feld. Ein Schüler bleibt in dieser Lehre, übt im Einklang mit der Lehre, übt, indem er diesem Vorgehen richtig folgt, lebt im Einklang mit der Lehre. Das nenne ich guten Samen. Warum kann das nicht auf Sarakāni zutreffen? Mahānāma, der Sakyer Sarakāni erfüllte die Schulung zur Zeit seines Todes.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).