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SN55.1

1. Das Kapitel bei Bambustor

1. Veḷudvāravagga

Ein Rad-drehender Herrscher

In Sāvatthī.

Da wandte sich der Buddha … und sagte:

„Mönche und Nonnen, angenommen, ein Rad-drehender Herrscher würde als unumschränkter Gebieter über diese vier Erdteile herrschen. Und wenn sein Körper auseinanderbräche, nach dem Tod, würde er an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt, unter den Göttern der Dreiunddreißig. Dort vergnügte er sich im Garten des Entzückens in Gesellschaft einer Schar von Nymphen, versorgt und ausgestattet mit den fünf himmlischen Sinnesreizen. Doch da ihm vier Dinge fehlen, ist er nicht befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Er ist nicht befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Nun angenommen, ein edler Schüler kleidete sich in Lumpen und lebte von Almosenresten. Doch da er vier Dinge besitzt, ist er befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich; er ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Welche vier? Da hat ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha: ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Er hat auf Erfahrung gegründete Zuversicht zur Lehre: ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Er hat auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Saṅgha: ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem geraden Weg, dem systematischen Weg, dem richtigen Weg. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Individuen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha; er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig, das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Und die Tugend eines edlen Schülers wird von den Edlen geliebt, ist ungebrochen, makellos, ohne Flecken und unbeschädigt. Sie ist befreiend und wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig verstanden und führt in die Versenkung.

Das sind die vier Dinge, die er besitzt.

Und, Mönche und Nonnen, die vier Erdteile zu gewinnen, wiegt nicht den sechzehnten Teil des Gewinns dieser vier Dinge.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).