← SN

SN47.11

2. Das Kapitel bei Nāḷandā

2. Nālandavagga

Ein großer Mensch

In Sāvatthī.

Da ging der Ehrwürdige Sāriputta zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, man spricht von einem ‚großen Menschen‘. Inwiefern ist jemand ein großer Mensch?“

„Sāriputta, jemand, dessen Geist frei ist, ist ein großer Mensch, sage ich. Wenn der Geist nicht frei ist, sage ich, es ist kein großer Mensch.

Und wie ist jemandes Geist frei? Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Während er so meditiert, schwindet in seinem Geist die Leidenschaft, und er ist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit. Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet … indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet … indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Während er so meditiert, schwindet in seinem Geist die Leidenschaft, und er ist durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit. So ist jemandes Geist frei.

Jemand, dessen Geist frei ist, ist ein großer Mensch, sage ich. Wenn der Geist nicht frei ist, sage ich, es ist kein großer Mensch.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).