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SN46.3

1. Das Kapitel über Berge

1. Pabbatavagga

Tugend

„Mönche und Nonnen, da hat ein Mönch Tugend, Versenkung, Erkennen, Freiheit sowie Erkennen und Sehen der Freiheit vervollkommnet. Der bloße Anblick eines solchen Mönchs ist eine große Hilfe, sage ich. Auch ihn zu hören, sich zu ihm zu begeben, ihm seine Aufwartung zu machen, sich auf ihn zu besinnen oder fortzuziehen und ihm zu folgen ist eine große Hilfe, sage ich. Warum ist das so? Weil ein Mönch, nachdem er die Lehre solcher Mönche gehört hat, sowohl mit dem Körper als auch mit dem Geist zurückgezogen leben wird, während er sich an diese Lehre erinnert und darüber nachdenkt.

Zu einer solchen Zeit hat ein Mönch den Faktor des Erwachens Achtsamkeit in Gang gesetzt; er entwickelt ihn und vervollkommnet ihn. Wenn er auf diese Art achtsam lebt, erforscht, erkundet und untersucht er diese Lehre mit Weisheit.

Zu einer solchen Zeit hat ein Mönch den Faktor des Erwachens Erforschung der Gesetzmäßigkeiten in Gang gesetzt; er entwickelt ihn und vervollkommnet ihn. Wenn er auf diese Art die Gesetzmäßigkeiten mit Weisheit erforscht, wird seine Energie aufgerüttelt und unermüdlich.

Zu einer solchen Zeit hat ein Mönch den Faktor des Erwachens Energie in Gang gesetzt; er entwickelt ihn und vervollkommnet ihn. Wenn er energisch ist, kommt nicht-fleischliche Ekstase auf.

Zu einer solchen Zeit hat ein Mönch den Faktor des Erwachens Ekstase in Gang gesetzt; er entwickelt ihn und vervollkommnet ihn. Wenn der Geist in Ekstase ist, werden Körper und Geist still.

Zu einer solchen Zeit hat ein Mönch den Faktor des Erwachens Stille in Gang gesetzt; er entwickelt ihn und vervollkommnet ihn. Wenn der Körper still ist und man voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi.

Zu einer solchen Zeit hat ein Mönch den Faktor des Erwachens Versenkung in Gang gesetzt; er entwickelt ihn und vervollkommnet ihn. Über diesen im Samādhi versunkenen Geist wacht er genau mit Gleichmut.

Zu einer solchen Zeit hat ein Mönch den Faktor des Erwachens Gleichmut in Gang gesetzt; er entwickelt ihn und vervollkommnet ihn.

Wenn die sieben Faktoren des Erwachens auf diese Art entwickelt und gemehrt werden, kann man siebenfache Frucht und siebenfachen Vorteil erwarten. Welche siebenfache Frucht und welchen siebenfachen Vorteil? Man erlangt beizeiten in eben diesem Leben Erleuchtung. Wenn nicht, erlangt man Erleuchtung zur Zeit des Todes. Wenn nicht, erlischt man mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln zwischen zwei Leben. Wenn nicht, erlischt man mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln beim Auftreffen. Wenn nicht, erlischt man mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln ohne zusätzliche Anstrengung. Wenn nicht, erlischt man mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln mit zusätzlicher Anstrengung. Wenn nicht, geht man mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln stromaufwärts zum Akaniṭṭha-Bereich. Wenn die sieben Faktoren des Erwachens auf diese Art entwickelt und gemehrt werden, kann man diese siebenfache Frucht und diesen siebenfachen Vorteil erwarten.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).