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SN43.12

2. Das zweite Kapitel

2. Dutiyavagga

Das Unbedingte

„Mönche und Nonnen, ich will euch das Unbedingte lehren und den Pfad, der zum Unbedingten führt. Hört zu …

Und was ist das Unbedingte? Die Auflösung von Gier, Hass und Täuschung – das nennt man das Unbedingte.

Und was ist der Pfad, der zum Unbedingten führt? Sammlung – das nennt man den Pfad, der zum Unbedingten führt.

Nun, Mönche und Nonnen, habe ich euch das Unbedingte gelehrt und den Pfad, der zum Unbedingten führt.

Aus Anteilnahme habe ich getan, was ein Lehrer, der seinen Schülern wohlgesonnen ist, tun sollte. Hier sind Plätze am Fuß von Bäumen, und hier sind leere Hütten. Übt Vertiefung, Mönche und Nonnen! Seid nicht nachlässig! Nicht, dass ihr es später bereut! Das ist meine Anleitung für euch.“

„Mönche und Nonnen, ich will euch das Unbedingte lehren und den Pfad, der zum Unbedingten führt. Hört zu …

Und was ist das Unbedingte? Die Auflösung von Gier, Hass und Täuschung – das nennt man das Unbedingte.

Und was ist der Pfad, der zum Unbedingten führt? Klarsicht – das nennt man den Pfad, der zum Unbedingten führt. …“

„Und was ist der Pfad, der zum Unbedingten führt?

Versenkung, in der man den Geist ausrichtet und hält … Versenkung, in der man den Geist nicht ausrichtet, sondern nur hält … Versenkung, ohne dass man den Geist ausrichtet oder hält … Versenkung in Leerheit … merkmalslose Versenkung … ungerichtete Versenkung … Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt … Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet … Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet … Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet … Da entwickelt ein Mönch Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften nicht aufkommen … Da entwickelt ein Mönch Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, aufgegeben werden … Da entwickelt ein Mönch Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften aufkommen … Da entwickelt ein Mönch Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, bleiben, nicht verloren gehen, sondern anwachsen, reifen und sich vollständig entwickeln … Da entwickelt ein Mönch die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Enthusiasmus und mit aktivem Bemühen einhergeht … Da entwickelt ein Mönch die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Energie und mit aktivem Bemühen einhergeht … Da entwickelt ein Mönch die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Entwicklung des Geistes und mit aktivem Bemühen einhergeht … Da entwickelt ein Mönch die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Untersuchung und mit aktivem Bemühen einhergeht … Da entwickelt ein Mönch die Fähigkeit des Vertrauens, die aus Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören erwächst und zum Loslassen heranreift … die Fähigkeit der Energie … die Fähigkeit der Achtsamkeit … die Fähigkeit der Versenkung … die Fähigkeit der Weisheit, die aus Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören erwächst und zum Loslassen heranreift … Da entwickelt ein Mönch die Kraft des Vertrauens … die Kraft der Energie … die Kraft der Achtsamkeit … die Kraft der Versenkung … die Kraft der Weisheit, die aus Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören erwächst und zum Loslassen heranreift … Da entwickelt ein Mönch den Faktor des Erwachens Achtsamkeit … den Faktor des Erwachens Erforschung der Gesetzmäßigkeiten … Da entwickelt ein Mönch den Faktor des Erwachens Energie … den Faktor des Erwachens Ekstase … den Faktor des Erwachens Stille … den Faktor des Erwachens Versenkung … den Faktor des Erwachens Gleichmut, der sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützt und zum Loslassen heranreift … Da entwickelt ein Mönch rechte Ansicht … rechtes Denken … rechte Rede … rechtes Handeln … rechten Lebenserwerb … rechten Einsatz … rechte Achtsamkeit … rechte Versenkung, die sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützen und zum Loslassen heranreift –

das nennt man den Pfad, der zum Unbedingten führt.

Nun, Mönche und Nonnen, habe ich euch das Unbedingte gelehrt und den Pfad, der zum Unbedingten führt.

Aus Anteilnahme habe ich getan, was ein Lehrer, der seinen Schülern wohlgesonnen ist, tun sollte. Hier sind Plätze am Fuß von Bäumen, und hier sind leere Hütten. Übt Vertiefung, Mönche und Nonnen! Seid nicht nachlässig! Nicht, dass ihr es später bereut! Das ist meine Anleitung für euch.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).