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SN42.10

1. Das Kapitel mit Ortsvorstehern

1. Gāmaṇivagga

Mit Maṇicūḷaka

Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen. Nun kam da beim Gefolge des Königs, als es am königlichen Hof zusammensaß, dieses Gespräch auf: „Gold und Zahlungsmittel sind angebracht für die Asketen, die dem Sakyer folgen. Sie nehmen Gold und Zahlungsmittel an und nehmen sie in Empfang.“

Da saß gerade der Ortsvorsteher Maṇicūḷaka in dieser Versammlung. Er sagte zu der Versammlung: „Bitte, ihr Meister, sagt das nicht. Gold und Zahlungsmittel sind nicht angebracht für die Asketen, die dem Sakyer folgen. Weder nehmen sie Gold und Zahlungsmittel an noch nehmen sie sie in Empfang. Edelsteine und Gold haben sie abgetan und Gold und Zahlungsmittel zurückgewiesen.“ Und er konnte diese Versammlung überzeugen.

Da ging Maṇicūḷaka zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete ihm von dem Gespräch. Dann sagte er: „Ich hoffe, ich gebe, wenn ich so antworte, die Worte des Buddha wieder und stelle ihn nicht mit einer Unwahrheit falsch dar. Ich hoffe, meine Erklärung ist im Einklang mit der Lehre, und es gibt keinen rechtmäßigen Grund für eine Gegendarstellung und Tadel.“

„Jawohl, Ortsvorsteher, wenn du so antwortest, gibst du meine Worte wieder und stellst mich nicht mit einer Unwahrheit falsch dar. Deine Erklärung ist im Einklang mit der Lehre, und es gibt keinen rechtmäßigen Grund für eine Gegendarstellung und Tadel.

Gold und Zahlungsmittel sind nicht angebracht für die Asketen, die dem Sakyer folgen. Weder nehmen sie Gold und Zahlungsmittel an noch nehmen sie sie in Empfang. Edelsteine und Gold haben sie abgetan und Gold und Zahlungsmittel zurückgewiesen.

Wenn Gold und Zahlungsmittel für sie angebracht wären, wären auch die fünf Sinnesreize angebracht. Und wenn die fünf Sinnesreize für sie angebracht sind, sollst du sie kategorisch als jemanden ansehen, der nicht die Eigenschaften eines Asketen besitzt oder eines, der dem Sakyer folgt.

Vielmehr sage ich Folgendes, Ortsvorsteher: Jemand, der Stroh braucht, kann sich nach Stroh umsehen; jemand, der Holz braucht, kann sich nach Holz umsehen; jemand, der einen Karren braucht, kann sich nach einem Karren umsehen; jemand, der einen Arbeiter braucht, kann sich nach einem Arbeiter umsehen. Aber ich sage, in keinem Fall können sie Gold oder Zahlungsmittel annehmen oder sich danach umsehen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).