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SN4.6

1. Das Kapitel über die Lebensdauer

1. Paṭhamavagga

Eine Schlange

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.

Zu dieser Zeit nun meditierte der Buddha in der dunklen Nacht unter freiem Himmel, während ein sanfter Nieselregen herabfiel.

Und Māra der Böse wollte dem Buddha Furcht und Entsetzen einjagen, dass sich ihm die Haare sträubten; da nahm er die Gestalt eines riesigen Schlangenkönigs an und begab sich zu ihm. Sein Körper war wie ein riesiger Einbaum, seine Haube wie ein großes Brauersieb, seine Augen wie große Bronzekelche aus Kosala, seine Zunge zuckte aus dem Maul wie Blitze bei einem Gewitter, und sein Atem klang wie das Fauchen eines Schmiedeblasebalgs.

Und der Buddha, in dem Wissen, dass es Māra der Böse war, redete ihn in Strophen an:

„Ein selbst-beherrschter Abgeklärter sucht leere Häuser zum Wohnen auf. Für einen Solchen ist es angemessen, da zu leben, nachdem er sich losgemacht hat.

Und trotz vieler gruseliger Krabbeltiere, trotz vieler Fliegen und Schlangen würde sich ihm kein Haar sträuben, dem großen Abgeklärten in dieser leeren Hütte.

Auch wenn das Himmelszelt bersten und die Erde beben sollte und alle Geschöpfe von Furcht ergriffen sind, selbst wenn ein Pfeil auf ihre Brust gerichtet ist, flüchten sich Buddhas nicht in Bindungen.“

Da dachte Māra der Böse: „Der Buddha kennt mich! Der Heilige kennt mich!“ Elend und traurig verschwand er eben dort.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).