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SN35.96

10. Das Kapitel über die Sechser

10. Saḷavagga

Wer verkümmern muss

„Mönche und Nonnen, ich will euch lehren, wer verkümmern muss, wer nicht verkümmern muss und die sechs Felder der Meisterschaft. Hört zu …

Und wie muss jemand verkümmern? Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, kommen schlechte, untaugliche Erinnerungen und Gedanken auf, die die Fesseln festzurren. Wenn dieser Mönch sie duldet, sie nicht aufgibt, sich nicht von ihnen losmacht, sie nicht beseitigt und nicht ausmerzt, soll er verstehen: ‚Meine tauglichen Eigenschaften verkümmern. Denn das ist es, was der Buddha Niedergang nennt.‘

Wenn ferner ein Mönch mit dem Ohr einen Ton hört … mit der Nase einen Geruch riecht … mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … mit dem Körper eine Berührung empfindet … mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kommen schlechte, untaugliche Erinnerungen und Gedanken auf, die die Fesseln festzurren. Wenn dieser Mönch sie duldet, sie nicht aufgibt, sich nicht von ihnen losmacht, sie nicht beseitigt und nicht ausmerzt, soll er verstehen: ‚Meine tauglichen Eigenschaften verkümmern. Denn das ist es, was der Buddha Niedergang nennt.‘ So muss jemand verkümmern.

Und wie muss jemand nicht verkümmern? Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, kommen schlechte, untaugliche Erinnerungen und Gedanken auf, die die Fesseln festzurren. Wenn dieser Mönch sie nicht duldet, sie aufgibt, sich von ihnen losmacht, sie beseitigt und ausmerzt, soll er verstehen: ‚Meine tauglichen Eigenschaften verkümmern nicht. Denn das ist es, was der Buddha keinen Niedergang nennt.‘

Wenn ferner ein Mönch mit dem Ohr einen Ton hört … mit der Nase einen Geruch riecht … mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … mit dem Körper eine Berührung empfindet … mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kommen schlechte, untaugliche Erinnerungen und Gedanken auf, die die Fesseln festzurren. Wenn dieser Mönch sie nicht duldet, sie aufgibt, sich von ihnen losmacht, sie beseitigt und ausmerzt, soll er verstehen: ‚Meine tauglichen Eigenschaften verkümmern nicht. Denn das ist es, was der Buddha keinen Niedergang nennt.‘ So muss jemand nicht verkümmern.

Und was sind die sechs Felder der Meisterschaft? Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, kommen keine schlechten, untauglichen Erinnerungen und Gedanken auf, die die Fesseln festzurren. Dann soll er verstehen: ‚Dieses Sinnesfeld wurde gemeistert. Denn das ist es, was der Buddha ein Feld der Meisterschaft nennt.‘ … Wenn ferner ein Mönch mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kommen keine schlechten, untauglichen Erinnerungen und Gedanken auf, die die Fesseln festzurren. Dann soll er verstehen: ‚Dieses Sinnesfeld wurde gemeistert. Denn das ist es, was der Buddha ein Feld der Meisterschaft nennt.‘ Das sind die sechs Felder der Meisterschaft.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).