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SN35.90

9. Das Kapitel mit Channa

9. Channavagga

Erregung (1)

„Erregung, Mönche und Nonnen, ist eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil. Aus diesem Grund lebt der Klargewordene unbewegt, hat den Pfeil herausgezogen.

Wenn nun ein Mönch wünscht: ‚Dass ich doch unbewegt leben könnte, den Pfeil herausgezogen hätte‘,

so sollte er sich nicht das Auge vorstellen, es sich nicht im Auge vorstellen, es sich nicht als Auge vorstellen, sich nicht vorstellen: ‚Das Auge ist mein‘. Er sollte sich nicht Bilder … Augenbewusstsein … Augenkontakt vorstellen … Er sollte sich nicht das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl vorstellen, das durch Augenkontakt bedingt entsteht, es sich nicht in diesem Gefühl vorstellen, es sich nicht als dieses Gefühl vorstellen und sich nicht vorstellen: ‚Dieses Gefühl ist mein‘.

Er sollte sich nicht das Ohr … die Nase … die Zunge … den Körper … den Geist … Vorstellungen … Geistbewusstsein … Geistkontakt vorstellen … Er sollte sich nicht das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl vorstellen, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, es sich nicht in diesem Gefühl vorstellen, es sich nicht als dieses Gefühl vorstellen und sich nicht vorstellen: ‚Dieses Gefühl ist mein‘.

Er sollte sich nicht alles vorstellen, es sich nicht in allem vorstellen, es sich nicht als alles vorstellen, sich nicht vorstellen: ‚Alles ist mein‘.

Wenn er sich nichts vorstellt, ergreift er nichts in der Welt. Wenn er nichts ergreift, ist er nicht unruhig, und wenn er nicht unruhig ist, erlischt er aus sich selbst heraus.

Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).