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SN35.101

10. Das Kapitel über die Sechser

10. Saḷavagga

Nicht euer (1)

„Mönche und Nonnen, gebt auf, was nicht euer ist. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Und was ist nicht euer?

Das Auge ist nicht euer: Gebt es auf. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Bilder sind nicht euer: Gebt sie auf. Sie aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Augenbewusstsein ist nicht euer: Gebt es auf. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Augenkontakt ist nicht euer: Gebt ihn auf. Ihn aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Augenkontakt bedingt entsteht, ist nicht euer: Gebt es auf. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein.

Das Ohr ist nicht euer … Die Nase ist nicht euer … Die Zunge ist nicht euer … Der Körper ist nicht euer …

Der Geist ist nicht euer: Gebt ihn auf. Ihn aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Vorstellungen sind nicht euer: Gebt sie auf. Sie aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Geistbewusstsein ist nicht euer: Gebt es auf. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Geistkontakt ist nicht euer: Gebt ihn auf. Ihn aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, ist nicht euer: Gebt es auf. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein.

Wie wenn ein Mensch Gras, Stängel, Zweige und Blätter hier in Jetas Wäldchen wegtragen oder verbrennen würde, oder er täte damit, was er wollte – würdet ihr da denken: ‚Dieser Mensch trägt uns weg, verbrennt uns oder tut mit uns, was er will‘?“

„Nein, Herr. Warum ist das so? Weil das weder ein Selbst ist noch zu einem Selbst gehört.“

„Ebenso, Mönche und Nonnen, ist das Auge nicht euer: Gebt es auf. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein. Bilder sind nicht euer … Augenbewusstsein ist nicht euer … Augenkontakt ist nicht euer …

Das angenehme, schmerzhafte oder neutrale Gefühl, das durch Geistkontakt bedingt entsteht, ist nicht euer: Gebt es auf. Es aufzugeben, wird zu eurem Nutzen und Glück sein.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).