← SN

SN24.6

1. Das Kapitel über den Stromeintritt

1. Sotāpattivagga

Handeln

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, wenn was besteht, weil man was ergreift und worauf besteht, entsteht die Ansicht: ‚Der Täter tut nichts Schlechtes, wenn er bestraft, verstümmelt, foltert, kränkt, unterdrückt oder einschüchtert oder wenn er andere anstiftet, das Gleiche zu tun. Er tut nichts Schlechtes, wenn er tötet, stiehlt, in Häuser einbricht, Vermögen plündert, aus abgelegenen Gebäuden raubt, Landstraßen belagert, Ehebruch begeht und lügt. Wenn man alle lebenden Geschöpfe auf dieser Erde mit einem rasiermesserscharfen Chakram in einen einzigen Fleischhaufen, eine einzige Fleischmasse verwandeln würde, würde daraus nichts Böses entstehen und auch keine Auswirkung von Bösem. Wenn man am südlichen Ufer des Ganges entlangginge und töten, verstümmeln und foltern würde und andere anstiften würde, das Gleiche zu tun, würde daraus nichts Böses entstehen und auch keine Auswirkung von Bösem. Wenn man am nördlichen Ufer des Ganges entlangginge und spenden und opfern würde und andere ermuntern würde, das Gleiche zu tun, würde daraus kein Verdienst entstehen und auch keine Auswirkung von Verdienst. In Geben, Selbstbeherrschung, Zügelung und Wahrhaftigkeit liegt kein Verdienst und auch keine Auswirkung von Verdienst‘?“

„Unsere Lehren wurzeln im Buddha …“

„Wenn Form besteht, Mönche und Nonnen, weil man Form ergreift und auf Form besteht, entsteht die Ansicht: ‚Der Täter tut nichts Schlechtes … In Geben, Selbstbeherrschung, Zügelung und Wahrhaftigkeit liegt kein Verdienst und auch keine Auswirkung von Verdienst.‘ Wenn Gefühl besteht … Wenn Wahrnehmung besteht … Wenn Willensbildungsprozesse bestehen … Wenn Bewusstsein besteht, weil man Bewusstsein ergreift und auf Bewusstsein besteht, entsteht die Ansicht: ‚Der Täter tut nichts Schlechtes … In Geben, Selbstbeherrschung, Zügelung und Wahrhaftigkeit liegt kein Verdienst und auch keine Auswirkung von Verdienst.‘

Was denkt ihr, Mönche und Nonnen? Ist Form beständig oder unbeständig?“

„Unbeständig, Herr.“ …

„Ist Gefühl … Ist Wahrnehmung … Sind Willensbildungsprozesse … Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“

„Unbeständig, Herr.“ …

„Ist das, was man sehen, hören, denken, erkennen, erreichen, suchen oder mit dem Geist erkunden kann, beständig oder unbeständig?“

„Unbeständig, Herr.“ …

„Aber wenn man nicht ergreifen würde, was unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, würde dadurch die Ansicht entstehen: ‚Der Täter tut nichts Schlechtes … In Geben, Selbstbeherrschung, Zügelung und Wahrhaftigkeit liegt kein Verdienst und auch keine Auswirkung von Verdienst‘?“

„Nein, Herr.“

„Wenn ein edler Schüler den Zweifel in diesen sechs Fällen aufgegeben hat sowie bezüglich des Leidens, des Ursprungs des Leidens, des Aufhörens des Leidens und der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt, nennt man ihn einen, der in den Strom eingetreten ist, der nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden muss und der für das Erwachen bestimmt ist.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).