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SN22.8

1. Das Kapitel mit Nakulas Vater

1. Nakulapituvagga

Unruhe durch Ergreifen (2)

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, ich werde euch lehren, wie Ergreifen zu Unruhe führt, und wie Nicht-Ergreifen zur Freiheit von Unruhe führt. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen. … Und wie führt Ergreifen zu Unruhe? Da betrachtet ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch Form so: ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst.‘ Aber diese seine Form verfällt und geht zugrunde, und das führt zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Er betrachtet Gefühl … Wahrnehmung … Willensbildungsprozesse … und Bewusstsein so: ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst.‘ Aber dieses sein Bewusstsein verfällt und geht zugrunde, und das führt zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. So führt Ergreifen zu Unruhe.

Und wie führt Nicht-Ergreifen zur Freiheit von Unruhe? Da betrachtet ein gebildeter edler Schüler Form so: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘ Wenn dann diese seine Form verfällt und zugrunde geht, führt das nicht zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Er betrachtet Gefühl … Wahrnehmung … Willensbildungsprozesse … und Bewusstsein so: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘ Wenn dann dieses sein Bewusstsein verfällt und zugrunde geht, führt das nicht zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. So führt Nicht-Ergreifen zur Freiheit von Unruhe.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).