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SN22.7

1. Das Kapitel mit Nakulas Vater

1. Nakulapituvagga

Unruhe durch Ergreifen

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, ich werde euch lehren, wie Ergreifen zu Unruhe führt, und wie Nicht-Ergreifen zur Freiheit von Unruhe führt. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Und wie führt Ergreifen zu Unruhe? Da hat ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch die Edlen nicht gesehen und ist in der Lehre der Edlen nicht bewandert und geschult. Er hat keine wahren Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen nicht bewandert und geschult. Er betrachtet Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form. Aber diese seine Form verfällt und geht zugrunde, und das Bewusstsein heftet sich an das Zugrundegehen der Form. Unruhe, die aus dem Anheften an das Zugrundegehen der Form geboren wird und gemäß den natürlichen Gesetzmäßigkeiten entsteht, hält seinen Geist gefangen. Wenn sein Geist sich anheftet, wird er durch Ergreifen furchtsam, enttäuscht, besorgt und unruhig.

Er betrachtet Gefühl als das Selbst …

Er betrachtet Wahrnehmung als das Selbst …

Er betrachtet Willensbildungsprozesse als das Selbst …

Er betrachtet Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat, Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein. Aber dieses sein Bewusstsein verfällt und geht zugrunde, und das Bewusstsein heftet sich an das Zugrundegehen des Bewusstseins. Unruhe, die aus dem Anheften an das Zugrundegehen des Bewusstseins geboren wird und gemäß den natürlichen Gesetzmäßigkeiten entsteht, hält seinen Geist gefangen. Wenn sein Geist sich anheftet, wird er durch Ergreifen furchtsam, enttäuscht, besorgt und unruhig. So führt Ergreifen zu Unruhe.

Und wie führt Nicht-Ergreifen zur Freiheit von Unruhe? Da hat ein gebildeter edler Schüler die Edlen gesehen und ist in der Lehre der Edlen bewandert und geschult. Er hat wahre Menschen gesehen und ist in der Lehre der wahren Menschen bewandert und geschult. Er betrachtet nicht Form als das Selbst, das Selbst als etwas, das Form hat, Form als im Selbst oder das Selbst als in der Form. Wenn dann diese seine Form verfällt und zugrunde geht, heftet sich das Bewusstsein nicht an das Zugrundegehen der Form. Unruhe, die aus dem Anheften an das Zugrundegehen der Form geboren wird und gemäß den natürlichen Gesetzmäßigkeiten entsteht, hält seinen Geist nicht gefangen. Wenn sein Geist sich nicht anheftet, wird er nicht durch Ergreifen furchtsam, enttäuscht, besorgt oder unruhig.

Er betrachtet nicht Gefühl als das Selbst …

Er betrachtet nicht Wahrnehmung als das Selbst …

Er betrachtet nicht Willensbildungsprozesse als das Selbst …

Er betrachtet nicht Bewusstsein als das Selbst, das Selbst als etwas, das Bewusstsein hat, Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein. Wenn dann dieses sein Bewusstsein verfällt und zugrunde geht, heftet sich das Bewusstsein nicht an das Zugrundegehen des Bewusstseins. Unruhe, die aus dem Anheften an das Zugrundegehen des Bewusstseins geboren wird und gemäß den natürlichen Gesetzmäßigkeiten entsteht, hält seinen Geist nicht gefangen. Wenn sein Geist sich nicht anheftet, wird er nicht durch Ergreifen furchtsam, enttäuscht, besorgt oder unruhig. So führt Nicht-Ergreifen zur Freiheit von Unruhe.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).