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SN20.5

1. Das Kapitel mit Gleichnissen

1. Opammavagga

Ein Speer

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, angenommen, da wäre ein Speer mit scharfer Spitze, und es käme jemand und dächte: ‚Ich will diesen scharfen Speer mit meiner Hand oder Faust zusammenbiegen, zusammenknüllen und wieder auseinanderbiegen!‘

Was denkt ihr, Mönche und Nonnen? Ist dieser Mensch in der Lage, das zu tun?“

„Nein, Herr. Warum ist das so? Weil es nicht leicht ist, diesen scharfen Speer mit der Hand oder der Faust zusammenzubiegen, zusammenzuknüllen und wieder auseinanderzubiegen. Dieser Mensch würde nur erschöpft und entmutigt werden.“

„Ebenso ist es mit einem Mönch, der die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt hat, sie zu seinem Fahrzeug und seiner Grundlage gemacht hat, sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt hat. Sollte ein nicht-menschliches Wesen denken, es könnte seinen Geist zu Fall bringen, würde es nur erschöpft und entmutigt werden.

Daher sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickeln und mehren, sie zu unserem Fahrzeug und unserer Grundlage machen, sie hochhalten, festigen und richtig umsetzen.‘ So sollt ihr euch schulen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).