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SN2.30

3. Das Kapitel über Schüler verschiedener Lehrer anderer Konfessionen

3. Nānātitthiyavagga

Die Schüler verschiedener Lehrer anderer Konfessionen

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.

Da kamen spät in der Nacht mehrere strahlende Ortsgötter, die mit ihrer Schönheit das Bambuswäldchen weithin erhellten, zum Buddha, verbeugten sich und stellten sich zur Seite hin. Es waren Asama, Sahalī, Niṅka, Ākoṭaka, Veṭambarī und Māṇavagāmiya, Schüler verschiedener Lehrer anderer Konfessionen.

Als er sich zur Seite hingestellt hatte, sagte der Ortsgott Asama in Gegenwart des Buddha diese Strophe über Pūraṇa Kassapa auf:

„Im Verletzen und Töten hier, im Schlagen und Erpressen sah Kassapa nichts Böses, und auch kein Verdienst für sich. Was er lehrte, dem sollte man wahrhaft trauen, er ist würdig, als Lehrer geschätzt zu werden.“

Dann sagte der Ortsgott Sahalī in Gegenwart des Buddha diese Strophe über den Bambusstab-Asketen Gosāla auf:

„Durch inbrünstige Bußübung aus Ekel vor Sünde wurde er gut gezügelt. Er gab es auf, mit Menschen zu streiten. Er vermied falsche Rede und sprach die Wahrheit. Ein solcher Mann tut wahrlich nichts Falsches!“

Dann sagte der Ortsgott Niṅka in Gegenwart des Buddha diese Strophe über den Jaina-Asketen aus dem Stamm Ñātika auf:

„Er ekelt sich vor Sünde, ein wacher Mönch, mit der vierfachen Beschränkung gut gezügelt; er erklärt, was gesehen und gehört wird: Er kann wahrlich kein Frevler sein!“

Dann sagte der Ortsgott Ākoṭaka in Gegenwart des Buddha diese Strophe über verschiedene andersgläubige Lehrer auf:

„Pakudhaka Kātiyāna und der Jaina-Asket wie auch der Asket mit dem Bambusstab und Pūraṇa: Lehrer von Gemeinschaften, Asketen, die etwas erreicht haben, sie waren wahrlich nicht weit davon entfernt, wahrhaft gute Männer zu sein!“

Da entgegnete der Ortsgott Veṭambarī dem Ortsgott Ākoṭaka mit einer Strophe:

„Wenn der erbärmliche Schakal auch heult, er kommt nie einem Löwen gleich. Ein nackter Lügner von verdächtigem Verhalten, obwohl er eine Gemeinschaft lehrt, ist nicht wie die Guten.“

Da ergriff Māra der Böse Besitz von dem Ortsgott Veṭambarī und sagte in Gegenwart des Buddha diese Strophe auf:

„Die sich der Bußübung aus Ekel vor Sünde weihen, die ihre Abgeschiedenheit bewachen, an Form festgemacht, sie erfreuen sich in der Himmelswelt. Es ist wahr, diese Sterblichen geben richtige Anleitung in Bezug auf die nächste Welt.“

Und der Buddha, in dem Wissen, dass es Māra der Böse war, antwortete ihm mit einer Strophe:

„Gleich welche Formen es hier oder im Jenseits gibt, und die Formen von leuchtender Schönheit am Himmel, all diese preist du, Namuci, wie den Köder, der zum Fischefangen ausgelegt ist.“

Dann sagte der Ortsgott Māṇavagāmiya in Gegenwart des Buddha diese Strophe über den Buddha auf:

„Von all den Bergen von Rājagaha ist Vipula der Beste, heißt es. Seta ist der beste der Himalayagipfel, und die Sonne der beste Reisende im Raum.

Das Meer ist der beste See und der Mond das beste nächtliche Licht. Aber in der ganzen Welt mit ihren Göttern gilt der Buddha als der Vorderste.“

Die Verbundenen Lehrreden über Ortsgötter sind abgeschlossen.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).