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SN19.1

1. Das erste Kapitel

1. Paṭhamavagga

Ein Skelett

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.

Zu dieser Zeit hielten sich der Ehrwürdige Lakkhaṇa und der Ehrwürdige Mahāmoggallāna auf der Geierkuppe auf. Da kleidete sich Mahāmoggallāna am Morgen an, nahm Schale und Robe, ging zu Lakkhaṇa und sagte zu ihm: „Komm, geehrter Lakkhaṇa, wir wollen Rājagaha zum Almosengang betreten.“

„Ja, Geehrter“, antwortete Lakkhaṇa.

Als Mahāmoggallāna von der Geierkuppe herabstieg, lächelte er an einer bestimmten Stelle. Da sagte Lakkhaṇa zu Mahāmoggallāna: „Was ist der Grund, geehrter Moggallāna, was ist die Ursache, dass du gelächelt hast?“

„Geehrter Lakkhaṇa, jetzt ist die falsche Zeit für diese Frage. Frage mich, wenn wir in Gegenwart des Buddha sind.“

Da zogen Lakkhaṇa und Mahāmoggallāna um Almosen durch Rājagaha. Nach dem Essen, als sie vom Almosengang zurückkamen, gingen sie zum Buddha, verbeugten sich und setzten sich zur Seite hin. Lakkhaṇa sagte zu Mahāmoggallāna:

„Eben jetzt, als Mahāmoggallāna von der Geierkuppe herabstieg, lächelte er an einer bestimmten Stelle. Was ist der Grund, geehrter Moggallāna, was ist die Ursache, dass du gelächelt hast?“

„Eben jetzt, Geehrter, als ich von der Geierkuppe herabstieg, sah ich ein Skelett durch die Luft fliegen. Geier, Krähen und Habichte waren hinter ihm her, hieben immer wieder mit Schnäbeln und Klauen auf es ein und stießen es zwischen die Rippen, während es vor Schmerzen schrie. Da kam mir der Gedanke: ‚Ach, wie unglaublich! Wie erstaunlich! Dass es so ein Lebewesen geben kann! Dass es so ein Gebilde geben kann! Dass es so eine Verkörperung geben kann!‘“

Dann sagte der Buddha zu den Mönchen und Nonnen:

„Mönche und Nonnen, es gibt Schüler, die leben voller Sehen und Erkennen, denn ein Schüler erkennt, sieht und beobachtet so ein Ding.

Auch ich habe dieses Wesen früher gesehen, doch ich habe nicht darüber gesprochen. Denn wenn ich darüber gesprochen hätte, hätten andere mir nicht geglaubt, und das wäre zu ihrem langanhaltenden Schaden und Leiden gewesen.

Dieses Wesen war früher ein Rindermetzger eben hier in Rājagaha. Als Ergebnis dieser Tat brannte er viele Jahre in der Hölle, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre, viele hunderttausend Jahre. Jetzt erfährt er das verbleibende Ergebnis dieser Tat in so einer Verkörperung.“

(Alle diese Lehrreden ebenso in voller Länge sprechen.)

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).