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SN16.5

1. Das Kapitel mit Kassapa

1. Kassapavagga

Alter

So habe ich es gehört: Bei Rājagaha, im Bambuswäldchen. Da ging der Ehrwürdige Mahākassapa zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihm:

„Du bist jetzt alt, Kassapa. Diese abgetragenen hanfenen Fetzenroben müssen für dich beschwerlich sein. Daher, Kassapa, solltest du Kleider tragen, die von Hausbesitzern gespendet wurden, solltest Einladungen zum Essen annehmen und in meiner Nähe bleiben.“

„Lange Zeit, Herr, habe ich in der Wildnis gelebt, nur Almosen gegessen, Fetzenroben getragen und nur drei Roben besessen; und ich habe diese Dinge gepriesen. Ich war genügsam, zufrieden, lebte abgeschieden, hielt mich fern und war energisch; und ich habe diese Dinge gepriesen.“

„Aber welchen Segen hast du gesehen, Kassapa, dass du diese Dinge so lange geübt hast?“

„Herr, ich habe zwei Arten von Segen gesehen, dass ich diese Dinge so lange geübt habe:

Ich sehe mein eigenes Glück in diesem Leben. Und ich habe Anteilnahme für künftige Generationen: ‚Hoffentlich folgen die, die nachkommen, meinem Beispiel.‘ Denn sie könnten denken: ‚Es scheint, die Schüler, die nach dem Buddha erwacht sind, lebten lange in der Wildnis, aßen nur Almosen, trugen Fetzenroben und besaßen nur drei Roben; und sie priesen diese Dinge. Sie waren genügsam, zufrieden, lebten abgeschieden, hielten sich fern und waren energisch; und sie priesen diese Dinge.‘ Sie werden entsprechend üben, und das wird zu ihrem langanhaltenden Nutzen und Glück sein.

Diese beiden Arten von Segen habe ich gesehen, dass ich diese Dinge so lange geübt habe.“

„Gut, gut, Kassapa! Du handelst zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen. Daher, Kassapa, trage abgetragene hanfene Fetzenroben, wandere um Almosen und lebe in der Wildnis.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).