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SN16.4

1. Das Kapitel mit Kassapa

1. Kassapavagga

Familien besuchen

In Sāvatthī.

„Was meint ihr, Mönche und Nonnen? Ein Mönch von welcher Art ist würdig, Familien zu besuchen? Und ein Mönch von welcher Art ist nicht würdig, Familien zu besuchen?“

„Unsere Lehren wurzeln im Buddha …“ Der Buddha sagte:

„Da besucht irgendein Mönch Familien im Gedanken: ‚Dass sie mir doch geben, dass sie nicht versäumen, mir zu geben. Dass sie doch viel geben, nicht wenig. Dass sie doch erlesene Dinge geben, keine groben. Dass sie doch schnell geben, nicht langsam. Dass sie doch sorgfältig geben, nicht ohne Sorgfalt.‘ Wenn ein Mönch mit solchen Gedanken sich zu einer Familie begibt und sie gibt nicht, ist der Mönch beleidigt. Und er erlebt deswegen Schmerz und Traurigkeit. Wenn die Familie nur wenig gibt … wenn sie grobe Dinge gibt … wenn sie langsam gibt … oder wenn sie ohne Sorgfalt gibt, ist der Mönch beleidigt. Und er erlebt deswegen Schmerz und Traurigkeit. Ein Mönch von dieser Art ist nicht würdig, Familien zu besuchen.

Da besucht irgendein Mönch Familien im Gedanken: ‚Wenn ich bei anderen Familien bin, wie könnte ich da bloß denken:

„Dass sie mir doch geben, dass sie nicht versäumen, mir zu geben. Dass sie doch viel geben, nicht wenig. Dass sie doch erlesene Dinge geben, keine groben. Dass sie doch schnell geben, nicht langsam. Dass sie doch sorgfältig geben, nicht ohne Sorgfalt.“‘ Wenn ein Mönch mit solchen Gedanken sich zu einer Familie begibt und sie gibt nicht, ist der Mönch nicht beleidigt. Und er erlebt deswegen keinen Schmerz und keine Traurigkeit. Wenn die Familie nur wenig gibt … wenn sie grobe Dinge gibt … wenn sie langsam gibt … oder wenn sie ohne Sorgfalt gibt, ist der Mönch nicht beleidigt. Und er erlebt deswegen keinen Schmerz und keine Traurigkeit. Ein Mönch von dieser Art ist würdig, Familien zu besuchen.

Kassapa begibt sich zu Familien im Gedanken: ‚Wenn ich bei anderen Familien bin, wie könnte ich da bloß denken:

„Dass sie mir doch geben, dass sie nicht versäumen, mir zu geben. Dass sie doch viel geben, nicht wenig. Dass sie doch erlesene Dinge geben, keine groben. Dass sie doch schnell geben, nicht langsam. Dass sie doch sorgfältig geben, nicht ohne Sorgfalt.“‘ Wenn er sich mit solchen Gedanken zu einer Familie begibt und sie gibt nicht, ist er nicht beleidigt. Und er erlebt deswegen keinen Schmerz und keine Traurigkeit. Wenn die Familie nur wenig gibt … wenn sie grobe Dinge gibt … wenn sie langsam gibt … oder wenn sie ohne Sorgfalt gibt, ist er nicht beleidigt. Und er erlebt deswegen keinen Schmerz und keine Traurigkeit. Ich will euch mit Kassapas Beispiel oder dem von jemandem wie ihm ermahnen. Ihr solltet entsprechend üben.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).