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SN14.12

2. Das zweite Kapitel

2. Dutiyavagga

Aus einer Ursache

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, sinnliche, böswillige und grausame Gedanken entstehen aus einer Ursache, nicht ohne Ursache.

Und wie entstehen sinnliche, böswillige und grausame Gedanken aus einer Ursache, nicht ohne Ursache? Das Element der Sinnlichkeit führt zu sinnlichen Wahrnehmungen, sinnliche Wahrnehmungen zu sinnlichen Gedanken, sinnliche Gedanken zum Sehnen nach Sinnlichem, Sehnen nach Sinnlichem zu sinnlichen Leidenschaften und sinnliche Leidenschaften zur Suche nach Sinnenfreuden. Ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch auf der Suche nach Sinnenfreuden verhält sich auf drei Arten schlecht: mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Das Element des bösen Willens führt zu böswilligen Wahrnehmungen, böswillige Wahrnehmungen zu böswilligen Gedanken … zum Sehnen nach Böswilligem … zu böswilligen Leidenschaften … zur Suche nach Böswilligem. Ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch auf der Suche nach Böswilligem verhält sich auf drei Arten schlecht: mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Das Element der Grausamkeit führt zu grausamen Wahrnehmungen, grausame Wahrnehmungen zu grausamen Gedanken … zum Sehnen nach Grausamem … zu grausamen Leidenschaften … zur Suche nach Grausamem. Ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch auf der Suche nach Grausamem verhält sich auf drei Arten schlecht: mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Wie wenn da ein Mensch eine brennende Grasfackel in ein Dickicht von trockenem Gras werfen würde: Wenn er sie nicht schnell mit Händen und Füßen löschen würde, würden die Geschöpfe, die in dem Gras und Holz lebten, zugrunde gehen.

Ebenso ist es, wenn in einem Asketen oder Brahmanen eine fehlgeleitete Wahrnehmung entsteht: Wenn er sie nicht schnell aufgibt, sich von ihr losmacht, sie beseitigt und ausmerzt, wird er in diesem Leben Qual, Bedrängnis und Fieber erleiden. Und wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, kann er eine schlechte Wiedergeburt erwarten.

Entsagende, wohlwollende und mildherzige Gedanken entstehen aus einer Ursache, nicht ohne Ursache.

Und wie entstehen entsagende, wohlwollende und mildherzige Gedanken aus einer Ursache, nicht ohne Ursache? Das Element der Entsagung führt zu Wahrnehmungen der Entsagung, Wahrnehmungen der Entsagung zu Gedanken an Entsagung, Gedanken an Entsagung zu Enthusiasmus für Entsagung, Enthusiasmus für Entsagung zu Leidenschaft für Entsagung und Leidenschaft für Entsagung zur Suche nach Entsagung. Ein gebildeter edler Schüler auf der Suche nach Entsagung verhält sich auf drei Arten gut: mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Das Element des Wohlwollens führt zu wohlwollenden Wahrnehmungen, wohlwollende Wahrnehmungen zu wohlwollenden Gedanken … zu Enthusiasmus für Wohlwollen … zu Leidenschaft für Wohlwollen … zur Suche nach Wohlwollen. Ein gebildeter edler Schüler auf der Suche nach Wohlwollen verhält sich auf drei Arten gut: mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Das Element der Mildherzigkeit führt zu mildherzigen Wahrnehmungen, mildherzige Wahrnehmungen zu mildherzigen Gedanken … zu Enthusiasmus für Mildherzigkeit … zu Leidenschaft für Mildherzigkeit … zur Suche nach Mildherzigkeit. Ein gebildeter edler Schüler auf der Suche nach Mildherzigkeit verhält sich auf drei Arten gut: mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Wie wenn da ein Mensch eine brennende Grasfackel in ein Dickicht von trockenem Gras werfen würde: Wenn er sie schnell mit Händen und Füßen löschen würde, würden die Geschöpfe, die in dem Gras und Holz lebten, nicht zugrunde gehen.

Ebenso ist es, wenn in einem Asketen oder Brahmanen eine fehlgeleitete Wahrnehmung entsteht: Wenn er sie schnell aufgibt, sich von ihr losmacht, sie beseitigt und ausmerzt, wird er in diesem Leben glücklich sein, frei von Qual, Bedrängnis und Fieber. Und wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, kann er eine gute Wiedergeburt erwarten.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).