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SN12.25

3. Das Kapitel über die zehn Kräfte

3. Dasabalavagga

Mit Bhūmija

In Sāvatthī.

Da kam der Ehrwürdige Bhūmija am späten Nachmittag aus seiner Klausur, ging zum Ehrwürdigen Sāriputta und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Geehrter Sāriputta, es gibt manche Asketen und Brahmanen, die die Wirksamkeit von Taten lehren. Manche von ihnen behaupten, Glück und Schmerz würden von einem selbst gemacht. Manche von ihnen behaupten, Glück und Schmerz würden von jemand anderem gemacht. Manche von ihnen behaupten, Glück und Schmerz würden sowohl von einem selbst als auch von jemand anderem gemacht. Manche von ihnen behaupten, Glück und Schmerz entstünden durch eine Abweichung und würden weder von einem selbst noch von jemand anderem gemacht. Was sagt der Buddha darüber? Wie erklärt er es? Wie sollen wir antworten, sodass wir die Worte des Buddha wiedergeben und ihn nicht mit einer Unwahrheit falsch darstellen? Wie wäre unsere Erklärung im Einklang mit der Lehre, und wie gäbe es keinen rechtmäßigen Grund für eine Gegendarstellung und Tadel?“

„Geehrter, der Buddha sagte, Glück und Schmerz seien abhängig entstanden. Abhängig wovon? Abhängig von Kontakt. Wenn du das sagen würdest, würdest du die Worte des Buddha wiedergeben und ihn nicht mit einer Unwahrheit falsch darstellen. Deine Erklärung wäre im Einklang mit der Lehre, und es gäbe keinen rechtmäßigen Grund für eine Gegendarstellung und Tadel.

Es gibt Asketen und Brahmanen, die die Wirksamkeit von Taten lehren. Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz würden von einem selbst gemacht: Dann ist es durch Kontakt bedingt. … Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz entstünden durch eine Abweichung und würden weder von einem selbst noch von jemand anderem gemacht: Auch dann ist es durch Kontakt bedingt.

Es gibt Asketen und Brahmanen, die die Wirksamkeit von Taten lehren. Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz würden von einem selbst gemacht: Es ist ganz unmöglich, dass sie es ohne Kontakt erfahren könnten. … Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz entstünden durch eine Abweichung und würden weder von einem selbst noch von jemand anderem gemacht: Es ist ganz unmöglich, dass sie es ohne Kontakt erfahren könnten.“

Der Ehrwürdige Ānanda hörte dieses Gespräch zwischen dem Ehrwürdigen Sāriputta und dem Ehrwürdigen Bhūmija. Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete dem Buddha, worüber sie gesprochen hatten.

„Gut, gut, Ānanda! Es ist genauso, wie Sāriputta so richtig erklärt hat. Ich habe gesagt, Glück und Schmerz seien abhängig entstanden. Abhängig wovon? Abhängig von Kontakt. Wenn du das sagen würdest, würdest du meine Worte wiedergeben und mich nicht mit einer Unwahrheit falsch darstellen. Deine Erklärung wäre im Einklang mit der Lehre, und es gäbe keinen rechtmäßigen Grund für eine Gegendarstellung und Tadel.

Es gibt Asketen und Brahmanen, die die Wirksamkeit von Taten lehren. Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz würden von einem selbst gemacht: Dann ist es durch Kontakt bedingt. … Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz entstünden durch eine Abweichung und würden weder von einem selbst noch von jemand anderem gemacht: Auch dann ist es durch Kontakt bedingt.

Es gibt Asketen und Brahmanen, die die Wirksamkeit von Taten lehren. Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz würden von einem selbst gemacht: Es ist ganz unmöglich, dass sie es ohne Kontakt erfahren könnten. … Im Fall derer, die behaupten, Glück und Schmerz entstünden durch eine Abweichung und würden weder von einem selbst noch von jemand anderem gemacht: Es ist ganz unmöglich, dass sie es ohne Kontakt erfahren könnten.

Ānanda, solange es einen Körper gibt, führt die Absicht, die eine körperliche Handlung zur Folge hat, dazu, dass in einem Glück oder Schmerz entsteht. Solange es eine Stimme gibt, führt die Absicht, die eine sprachliche Handlung zur Folge hat, dazu, dass in einem Glück oder Schmerz entsteht. Solange es einen Geist gibt, führt die Absicht, die eine geistige Handlung zur Folge hat, dazu, dass in einem Glück oder Schmerz entsteht – insofern dabei Unwissenheit die Bedingung ist.

Man selbst gibt den Anstoß zu der Willensbildung, die eine körperliche, sprachliche oder geistige Handlung zur Folge hat, welche dazu führt, dass in einem dieses Glück oder dieser Schmerz entsteht. Oder jemand anders gibt den Anstoß zu der Willensbildung … Man gibt bewusst den Anstoß zu der Willensbildung … Oder man gibt unbewusst den Anstoß zu der Willensbildung …

Bei all diesen Vorgängen ist Unwissenheit beteiligt. Aber wenn Unwissenheit schwindet und restlos aufhört, gibt es diesen Körper, diese Stimme und diesen Geist, die bedingen könnten, dass dieses Glück und dieser Schmerz in einem entstehen, nicht mehr. Dieses Feld, dieser Boden, diese Basis, diese Grundlage, die bedingen könnten, dass dieses Glück und dieser Schmerz in einem entstehen, bestehen nicht.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).