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SN11.22

3. Das dritte Kapitel

3. Tatiyavagga

Hässlich

Bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen.

„Es war einmal, Mönche und Nonnen, ein Naturgeist, der war hässlich und entstellt. Er setzte sich auf den Thron Sakkas des Götterfürsten.

Doch die Götter der Dreiunddreißig beklagten sich, murrten und widersprachen: ‚Ach, wie unglaublich! Wie erstaunlich! Dieser hässliche und entstellte Geist sitzt auf dem Thron Sakkas des Götterfürsten!‘ Aber je mehr die Götter sich beklagten, umso ansprechender, besser aussehend und reizender wurde der Geist.

Da gingen die Götter zu Sakka und berichteten ihm den Vorfall. Er antwortete: ‚Sicher, Kamerad, muss das ein Zorn-fressender Geist sein!‘

Da ging Sakka zu diesem Geist, ordnete seine Robe über einer Schulter, ließ sich auf das rechte Knie nieder, erhob seine zusammengelegten Hände zu dem Zorn-fressenden Geist und nannte dreimal seinen Namen: ‚Kamerad, ich bin Sakka der Götterfürst! Kamerad, ich bin Sakka der Götterfürst!‘ Aber je öfter Sakka seinen Namen nannte, umso hässlicher und entstellter wurde der Geist, bis er schließlich eben dort verschwand.

Darauf sagte Sakka der Götterfürst, indem er die Götter der Dreiunddreißig anleitete, diese Strophe auf:

‚Mein Geist ist nicht leicht aufgebracht; ich werde nicht leicht in den Sog gezogen. Ich werde nicht lange zornig, Zorn hält in mir nicht an.

Wenn ich zornig werde, spreche ich nicht hart, noch stelle ich meine eigenen Tugenden heraus. Im Interesse meines eigenen Wohls halte ich mich sorgfältig zurück.‘“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).