← SN

SN1.41

5. Das Kapitel über das Inflammenstehen

5. Ādittavagga

In Flammen

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Da kam spät in der Nacht eine strahlende Gottheit, die mit ihrer Schönheit Jetas Wäldchen weithin erhellte, zum Buddha, verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und sagte in Gegenwart des Buddha diese Strophen auf:

„Wenn dein Haus in Flammen steht, rettest du den Topf, der zu gebrauchen ist, nicht den, der schon verbrannt ist.

Und da die Welt in Flammen steht durch Alter und Tod, solltest du durch Geben retten, denn was gegeben ist, ist gerettet.

Glück ist die Frucht des Gegebenen, doch nicht des Nicht-Gegebenen. Räuber nehmen es oder Herrscher, es wird von Feuer verzehrt oder geht verloren.

Denn am Ende wird dieser Leichnam weggeworfen zusammen mit allen Besitztümern. Mit diesem Wissen genießt ein verständiger Mensch, was er hat, und gibt es auch her. Wenn er nach seinen Möglichkeiten gegeben und genossen hat, geht er, frei von Tadel, zu einem himmlischen Ort.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).