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UD6.5

Anhänger verschiedener anderer Konfessionen (2)

Dutiyanānātitthiyasutta

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Damals befanden sich in Sāvatthī einige Asketen, Brahmanen und Wanderer, die verschiedenen anderen Konfessionen anhingen; sie hatten verschiedene Ansichten, Glaubenslehren und Meinungen und stützten sich auf verschiedene Ansichten.

Es gab manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin und Ansicht hatten: „Das Selbst und das Weltall sind ewig. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.“

Andere hatten folgende Doktrinen und Ansichten: „Das Selbst und das Weltall sind zeitlich.“ „Das Selbst und das Weltall sind sowohl ewig als auch zeitlich.“ „Das Selbst und das Weltall sind weder ewig noch zeitlich.“ „Das Selbst und das Weltall wurden von einem selbst geschaffen.“ „Das Selbst und das Weltall wurden von jemand anderem geschaffen.“ „Das Selbst und das Weltall wurden sowohl von einem selbst als auch von jemand anderem geschaffen.“ „Das Selbst und das Weltall sind durch eine Abweichung entstanden und wurden weder von einem selbst noch von jemand anderem geschaffen.“ „Glück und Schmerz sind ewig, und das Selbst und das Weltall.“ „Glück und Schmerz sind zeitlich, und das Selbst und das Weltall.“ „Glück und Schmerz sind sowohl ewig als auch zeitlich, und das Selbst und das Weltall.“ „Glück und Schmerz sind weder ewig noch zeitlich, und das Selbst und das Weltall.“ „Glück und Schmerz wurden von einem selbst geschaffen, und das Selbst und das Weltall.“ „Glück und Schmerz wurden von jemand anderem geschaffen, und das Selbst und das Weltall.“ „Glück und Schmerz wurden sowohl von einem selbst als auch von jemand anderem geschaffen, und das Selbst und das Weltall.“ „Glück und Schmerz sind durch eine Abweichung entstanden und wurden weder von einem selbst noch von jemand anderem geschaffen, und das Selbst und das Weltall.“ Und alle dachten jeweils: „Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.“

Sie waren uneins, zankten, stritten und verletzten einander fortwährend mit scharfen Worten: „So ist die Wahrheit, so ist die Wahrheit nicht! So ist die Wahrheit nicht, so ist die Wahrheit!“

Da kleideten sich mehrere Mönche und Nonnen am Morgen an, nahmen Schale und Robe und betraten Sāvatthī zum Almosengang. Nach dem Essen, als sie vom Almosengang zurückkamen, gingen sie zum Buddha, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und berichteten ihm diese Vorgänge.

Und da er diese Sache verstand, drückte der Buddha bei dieser Gelegenheit dieses innige Gefühl aus:

„Manche Asketen und Brahmanen, so scheint es, klammern sich an diese Dinge. Sie strampeln sich mitten im Strom ab, ohne diesen festen Stand zu erreichen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).