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UD5.1

Wer ist lieber?

Piyatarasutta

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da befand sich der König Pasenadi von Kosala zu dieser Zeit zusammen mit der Königin Mallikā auf dem Söller des königlichen Pfahlbau-Langhauses. Da sagte der König Pasenadi zur Königin Mallikā: „Mallikā, gibt es jemanden, den du lieber hast als dich selbst?“

„Nein, großer König, da gibt es niemanden. Aber gibt es jemanden, den du lieber hast als dich selbst?“ „Auch für mich, Mallikā, gibt es da niemanden.“

Da stieg der König Pasenadi von Kosala vom Pfahlbau-Langhaus herab, ging zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete ihm die Begebenheit.

Und da er diese Sache verstand, drückte der Buddha bei dieser Gelegenheit dieses innige Gefühl aus:

„Man kann im Geist alle Himmelsrichtungen durchsuchen und findet niemanden, der lieber wäre als man selbst. Andern geht es ebenso, jeder hat sich selbst lieb. Daher wird jemand, der Selbsterkenntnis begehrt, niemand anderem schaden.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).