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UD1.8

Mit Saṅgāmaji

Saṅgāmajisutta

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Nun war zu dieser Zeit der Ehrwürdige Saṅgāmaji in Sāvatthī angekommen, um den Buddha zu sehen. Seine frühere Frau hörte, dass er angekommen war, nahm ihren Jungen mit und ging zu Jetas Wäldchen.

Zu dieser Zeit saß der Ehrwürdige Saṅgāmaji für die Meditation des Tages am Fuß eines Baumes. Da ging seine frühere Frau zu ihm und sagte: „Asket, bitte zieh’ diesen kleinen Jungen auf.“ Darauf schwieg der Ehrwürdige Saṅgāmaji.

Zum zweiten Mal sagte die Frau: „Asket, bitte zieh’ diesen kleinen Jungen auf.“ Zum zweiten Mal schwieg Saṅgāmaji.

Zum dritten Mal sagte die Frau: „Asket, bitte zieh’ diesen kleinen Jungen auf.“ Zum dritten Mal schwieg Saṅgāmaji.

Dann legte sie den Jungen vor Saṅgāmaji hin und sagte: „Das ist dein Kind, Asket. Bitte zieh’ es auf.“

Aber Saṅgāmaji schaute weder nach dem Kind, noch sprach er mit ihm. Dann ging seine frühere Frau ein kleines Stück weg. Sie schaute zurück und sah, dass Saṅgāmaji den Jungen nicht beachtete. Sie dachte: „Dieser Asket will nicht einmal sein Kind haben.“ Sie kehrte um, nahm den Jungen auf und ging. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sah der Buddha, wie Saṅgāmajis frühere Frau zu dem Kind zurückging.

Und da er diese Sache verstand, drückte der Buddha bei dieser Gelegenheit dieses innige Gefühl aus:

„Als sie kam, war er nicht froh; als sie ging, war er nicht bekümmert. Siegreich in der Schlacht, von den Ketten befreit: Ihn nenne ich einen Brahmanen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).