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THIG9.1

Das Neunerbuch

Navakanipāta

Vaḍḍhas Mutter

„Vaḍḍha, bitte gerate in der Welt niemals ins Gewirr. Mein Kind, nimm nicht wieder und wieder am Leiden teil.

Denn glücklich leben die Abgeklärten, Vaḍḍha, unbewegt, den Zweifel abgeschnitten, kühl geworden und gezähmt und frei von Befleckungen.

Vaḍḍha, hege den Pfad, den die Seher gegangen sind, mit dem man das Sehen erlangt und dem Leiden ein Ende macht.“

„Mutter, du sprichst zu mir so selbstbewusst über diese Sache. Meine liebe Mama, es kommt mir so vor, als sei in dir kein Gewirr zu finden.“

„Vaḍḍha, nicht eine Spur und nicht ein Hauch von Gewirr ist in mir zu finden mit keinerlei Bedingung, sei sie nieder, hoch oder mittel.

Für mich, die ich meditiere und beflissen bin, haben alle Befleckungen aufgehört. Das dreifache Wissen habe ich verwirklicht und die Anleitung des Buddha erfüllt.“

„Ach so vortrefflich war die Peitsche, mit der meine Mutter mich anspornte! Aus Anteilnahme sprach sie Strophen über das höchste Ziel.

Als ich ihre Worte hörte, von meiner Mutter angeleitet, wurde ich von einer rechtschaffenen Dringlichkeit ergriffen, um ein Refugium vor dem Joch zu finden.

Mit Mühe und Entschlossenheit, unermüdlich Tag und Nacht, von meiner Mutter angetrieben, erlangte ich den höchsten Frieden.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).