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THAG10.6

Das Zehnerbuch

Dasakanipāta

1. Das erste Kapitel

Upasena, Vaṅgantās Sohn

Um in Klausur zu gehen, soll ein Mönch in Unterkünften bleiben, die abgelegen und ruhig sind, wo Raubtiere verkehren.

Er soll sammeln, was er auf Müllhalden findet, auf Friedhöfen und auf Landstraßen, daraus soll er eine äußere Robe machen und diese grobe Robe tragen.

Ein Mönch soll sein Herz unterwerfen und der Reihe nach von Familie zu Familie um Almosen gehen, die Tore seiner Sinne bewacht und gut gezügelt.

Er soll auch mit grober Speise zufrieden sein und nicht auf viele Geschmäcke hoffen. Der Geist, der gierig nach Geschmäcken ist, genießt die Vertiefung nicht.

Genügsam und zufrieden soll ein Abgeklärter abgeschieden leben, sich weder unter Laien noch Hauslose mischen.

Er soll tun, als sei er dumm oder stumm; Ein kluger Mensch soll inmitten des Saṅgha nicht übermäßig lange reden.

Er würde niemanden in Verruf bringen und würde vermeiden, Schaden anzurichten. Gezügelt in der Ordenssatzung würde er beim Essen maßhalten.

Er würde das Muster des Geistes gut erfassen, ist ein Kenner des Aufkommens von Gedanken. Sammlung und Klarsicht zur rechten Zeit zu üben, dem würde er sich weihen.

Obwohl er Energie und Beharrlichkeit besitzt und stets der Meditation geweiht ist, wäre ein weiser Mensch sich seiner selbst nicht zu sicher, bis er das Ende des Leidens erreicht hätte.

Bei einem Mönch, der so meditiert und sich nach Läuterung sehnt, lösen sich alle Befleckungen auf, und er verwirklicht das Verlöschen.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).