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THAG10.1

Das Zehnerbuch

Dasakanipāta

1. Das erste Kapitel

Kāḷudāyī

„Die Bäume sind jetzt purpurfarben, ehrwürdiger Herr, sie haben ihr Laub abgeworfen und sind bereit, Frucht zu tragen. Sie leuchten als stünden sie in Flammen; großer Held, diese Jahreszeit ist voller Geschmäcke.

Die blühenden Bäume sind dem Geist gefällig, sie verströmen ihren Duft ringsum in alle Himmelsrichtungen. Sie haben die Blätter abgeworfen und wollen Früchte; Held, es ist Zeit, von hier aufzubrechen.

Es ist weder zu heiß noch zu kalt, ehrwürdiger Herr, es ist eine angenehme Zeit zum Reisen. Die Sākiyer und Koliyer sollen dich sehen, wenn du den Fluss Rohiṇī nach Westen überquerst.

In Hoffnung wird das Feld gepflügt, die Saat in Hoffnung gesät; in Hoffnung befahren Händler das Meer, mit reicher Fracht beladen. Die Hoffnung, für die ich stehe: dass ich Erfolg habe!

Wieder und wieder säen sie die Saat; wieder und wieder schickt Gott der Herr Regen; wieder und wieder pflügen Bauern das Feld; wieder und wieder wird Getreide für das Land erzeugt.

Wieder und wieder wandern die Bettler; wieder und wieder geben die Spender. Wenn die Spender wieder und wieder gegeben haben, nehmen sie wieder und wieder ihren Platz im Himmel ein.

Ein Held von großer Weisheit läutert sieben Generationen der Familie, in die er geboren wurde. Sakyer, ich glaube, du bist der König der Könige, denn du hast den gezeugt, der zu Recht ein Abgeklärter genannt wird.

Der Vater des großen Sehers wird Suddhodana genannt; und die Mutter des Buddha heißt Māyā. Da sie den Bodhisatta in ihrem Schoß getragen hat, erfreut sie sich im dritten Himmel.

Als sie starb und von hier verschied, wurde sie mit himmlischen Sinnenfreuden gesegnet und genießt die fünf Sinnesreize. Von diesen Götterscharen ist Gotamī umgeben.“

„Ich bin der Sohn des Buddha, des unvergleichlichen Aṅgīrasa, des Unberührten, dessen, der das Unerreichbare erreicht hat. Du, Sakya, bist der Vater meines Vaters; Gotama, du bist mein Großvater im Dhamma.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).