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SNP4.2

Acht über die Höhle

Guhaṭṭhakasutta

In einer Höhle eingeschlossen, dick überwachsen, so bleibt ein Mensch, in Täuschung versunken. Ein Solcher ist von Abgeschiedenheit weit entfernt, denn Sinnenfreuden in der Welt sind nicht leicht aufzugeben.

Den Ketten des Wünschens, den Fesseln der Freuden des Lebens ist schwer zu entkommen, denn man kann keinen anderen befreien. Sie schauen nach dem Vorher oder Nachher aus, beten um diese oder vergangene Freuden.

Gierig, fixiert, betört in Bezug auf Sinnenfreuden sind sie unbelehrbar, aus Gewohnheit unmoralisch. Zum Leiden geführt, jammern sie: „Was wird aus uns, wenn wir von hier verscheiden?“

Daher soll ein Geborener sich in diesem Leben schulen: Wenn du erkennst, dass etwas in der Welt unmoralisch ist, handle deshalb nicht unmoralisch; denn die Bedächtigen sagen, das Leben sei kurz.

Ich sehe die Bevölkerung der Welt zappeln, dem Verlangen nach Dasein hingegeben. Gemeine Menschen klagen im Rachen des Todes, nicht frei vom Verlangen nach immer mehr Dasein.

Sieh’, wie sie um Zugehörigkeit zappeln wie Fische in Pfützen in einem ausgetrockneten Wasserlauf. Wenn du das siehst, lebe selbstlos, schaffe keine Bindung an künftige Leben.

Sie sind von Sehnen nach beiden Enden frei, haben Kontakt vollständig verstanden, ohne Gier, tun nichts, wofür sie sich tadeln würden: Die Bedächtigen hängen nicht an Gesehenem und Gehörtem.

Der Abgeklärte hat Wahrnehmung vollständig verstanden, die Flut überquert, hängt nicht an Besitztümern, hat den Pfeil herausgezogen, lebt beflissen: Er hofft weder auf diese noch jene Welt.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).