← KN

ITI75

Das Dreierbuch

Tikanipāta

3. Das dritte Kapitel

Eine Wolke ohne Regen

Das wurde vom Buddha, dem Vollendeten, gesagt; das habe ich gehört:

„Mönche und Nonnen, diese drei Personen findet man in der Welt. Welche drei? Eine wie eine Wolke, aus der es nicht regnet, eine wie eine Wolke, aus der es stellenweise regnet, und eine wie eine Wolke, aus der es flächendeckend regnet.

Und wie ist eine Person wie eine Wolke, aus der es nicht regnet? Da gibt eine Person weder Asketen oder Brahmanen noch Bedürftigen, Landstreichern, Bittstellern oder Bettlern Gaben wie Essen, Trinken, Kleidung und Transportmittel, Kränze, Düfte und Make-up, ein Bett, ein Haus oder Licht. So ist eine Person wie eine Wolke, aus der es nicht regnet.

Und wie ist eine Person wie eine Wolke, aus der es stellenweise regnet? Da gibt eine Person manchen Asketen und Brahmanen, manchen Bedürftigen, Landstreichern, Bittstellern oder Bettlern Gaben wie Essen, Trinken, Kleidung und Transportmittel, Kränze, Düfte und Make-up, ein Bett, ein Haus und Licht, aber anderen gibt sie nichts. So ist eine Person wie eine Wolke, aus der es stellenweise regnet.

Und wie ist eine Person wie eine Wolke, aus der es flächendeckend regnet? Da gibt eine Person allen Asketen und Brahmanen, allen Bedürftigen, Landstreichern, Bittstellern und Bettlern Gaben wie Essen, Trinken, Kleidung und Transportmittel, Kränze, Düfte und Make-up, ein Bett, ein Haus und Licht. So ist eine Person wie eine Wolke, aus der es flächendeckend regnet. Das sind die drei Personen, die man in der Welt findet.“

Der Buddha sprach diese Sache. Dazu wird gesagt:

„Essen und Trinken, das sie erlangt haben, teilen sie nicht mit Asketen oder Brahmanen, mit Bedürftigen, Landstreichern oder Bittstellern. Sie sind wie eine Wolke ohne Regen, so heißt es, die schäbigsten der Menschen.

Sie geben manchen nichts, und manche versorgen sie. Aus ihnen regnet es stellenweise, so sagen die Verständigen.

An allen Wesen nimmt dieser Mensch Anteil und teilt mit vollen Händen aus, wenn jemand bittet, und ruft: ‚Gebt! Gebt!‘

Aus dieser Regenwolke strömt der Regen, folgt auf Donnern und Grollen, durchnässt die Erde mit Wasser und tränkt Hochland und Niederungen.

Ebenso stellt eine solche Person, die mit rechten Mitteln mit eigener harter Arbeit Vermögen angesammelt hat, die, die zu Bittstellern geworden sind, zu Recht mit Speise und Trank zufrieden.“

Auch das ist eine Sache, die vom Gesegneten gesprochen wurde: Das habe ich gehört.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).