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AN9.2

1. Das Kapitel über das Erwachen

1. Sambodhivagga

Eine Stütze haben

Da ging ein Mönch zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, man spricht davon, eine ‚Stütze‘ zu haben. Inwiefern hat ein Mönch eine Stütze?“

„Mönch, wenn ein Mönch, der sich auf Vertrauen stützt, das Untaugliche aufgibt und das Taugliche entwickelt, dann ist das Untaugliche von ihm tatsächlich aufgegeben.

Wenn ein Mönch, der sich auf sein Gewissen stützt …

Wenn ein Mönch, der sich auf Besonnenheit stützt …

Wenn ein Mönch, der sich auf Energie stützt …

Wenn ein Mönch, der sich auf Weisheit stützt, das Untaugliche aufgibt und das Taugliche entwickelt, dann ist das Untaugliche von ihm tatsächlich aufgegeben. Was aufgegeben wurde, ist vollständig aufgegeben, wenn es aufgegeben wurde, indem man es mit edler Weisheit sah.

Aber dann soll ein Mönch, auf diese fünf Dinge gegründet, sich auf vier Dinge stützen. Auf welche vier? Nach Abschätzung gebraucht ein Mönch manche Dinge, nach Abschätzung erträgt er manche Dinge, nach Abschätzung geht er manchen Dingen aus dem Weg, und manche Dinge beseitigt er nach Abschätzung. So hat ein Mönch eine Stütze.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).