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AN9.15

2. Das Kapitel über das Löwengebrüll

2. Sīhanādavagga

Das Gleichnis vom Eiterherd

„Mönche und Nonnen, wie ein viele Jahre alter Eiterherd, der neun Öffnungen hätte, die dauerhaft offene Wunden wären: Alles, was aus ihnen herausquellen würde, wäre schmutzig, stinkend und ekelhaft. Alles, was aus ihnen heraussickern würde, wäre schmutzig, stinkend und ekelhaft.

‚Eiterherd‘ ist ein Ausdruck für diesen Körper, der aus den vier Grundzuständen besteht, von Mutter und Vater gezeugt, mit Reis und Brei aufgebaut, der vergehen, sich abnutzen und dahinschwinden muss, der aufgelöst und zerstört werden muss. Und dieser Eiterherd hat neun Öffnungen, die dauerhaft offene Wunden sind: Alles, was aus ihnen herausquillt, ist schmutzig, stinkend und ekelhaft. Alles, was aus ihnen heraussickert, ist schmutzig, stinkend und ekelhaft. Daher, Mönche und Nonnen, macht euch über diesen Körper keine Illusionen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).