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AN6.59

6. Das große Kapitel

6. Mahāvagga

Mit Dārukammika

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Ñātika im Backsteinhaus auf.

Da ging der Hausbesitzer Dārukammika zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihm: „Hausbesitzer, gibt deine Familie eigentlich Spenden?“

„Das tut sie, Herr. Spenden werden an jene Mönche und Nonnen gegeben, die in der Wildnis leben, nur Almosen essen und Fetzenroben tragen, die vollendet oder auf dem Pfad zur Vollendung sind.“

„Hausbesitzer, als Laie, der Sinnenfreuden genießt, in seinem Haus voller Kinder lebt, Sandelholz aus Kāsi benutzt, Kränze, Düfte und Make-up trägt und Gold und Zahlungsmittel annimmt, ist es schwer für dich, zu wissen, wer vollendet oder auf dem Pfad zur Vollendung ist.

Wenn ein Mönch, der in der Wildnis lebt, rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist, mit loser Zunge, unachtsam, ohne Situationsbewusstsein, ohne Versenkung, mit schweifendem Geist und unbeherrschten Sinnen, so verdient er in dieser Hinsicht Tadel. Wenn ein Mönch, der in der Wildnis lebt, nicht rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist, keine lose Zunge hat, sondern Achtsamkeit, Situationsbewusstsein und Versenkung verankert hat, mit geeintem Geist und beherrschten Sinnen, so verdient er in dieser Hinsicht Lob.

Wenn ein Mönch, der in einem Dorf lebt, rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Tadel. Wenn ein Mönch, der in einem Dorf lebt, nicht rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Lob.

Wenn ein Mönch, der nur Almosen isst, rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Tadel. Wenn ein Mönch, der nur Almosen isst, nicht rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Lob.

Wenn ein Mönch, der Einladungen annimmt, rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Tadel. Wenn ein Mönch, der Einladungen annimmt, nicht rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Lob.

Wenn ein Mönch, der Fetzenroben trägt, rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Tadel. Wenn ein Mönch, der Fetzenroben trägt, nicht rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist … so verdient er in dieser Hinsicht Lob.

Wenn ein Mönch, der von Hausbesitzern gespendete Roben trägt, rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist, mit loser Zunge, unachtsam, ohne Situationsbewusstsein, ohne Versenkung, mit schweifendem Geist und unbeherrschten Sinnen, so verdient er in dieser Hinsicht Tadel. Wenn ein Mönch, der von Hausbesitzern gespendete Roben trägt, nicht rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig ist, keine lose Zunge hat, sondern Achtsamkeit, Situationsbewusstsein und Versenkung verankert hat, mit geeintem Geist und beherrschten Sinnen, so verdient er in dieser Hinsicht Lob.

Nur zu, Hausbesitzer, gib dem Saṅgha Spenden. Dein Geist wird klar werden, und wenn dein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wirst du an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.“

„Herr, von diesem Tag an will ich dem Saṅgha Spenden geben.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).