AN6.26
3. Das Kapitel über unübertreffliche Dinge
3. Anuttariyavagga
Mit Mahākaccāna
Da wandte sich Mahākaccāna an die Mönche und Nonnen: „Geehrte, Mönche und Nonnen!“
„Geehrter“, antworteten sie. Der Ehrwürdige Mahākaccāna sagte:
„Es ist unglaublich, Geehrte, es ist erstaunlich, wie der Gesegnete, der erkennt und sieht, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha eine Öffnung inmitten der Enge gefunden hat, um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit vergehen zu lassen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen: nämlich die sechs Gegenstände zur Besinnung. Welche sechs?
Da besinnt sich zunächst ein edler Schüler auf den Klargewordenen: ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘ Zu einer Zeit, zu der ein edler Schüler sich auf den Klargewordenen besinnt, ist sein Geist nicht voller Gier, Hass und Täuschung. Zu dieser Zeit ist sein Geist unbeirrbar. Die Gier hat er hinter sich gelassen, ist frei von ihr und hat sich über sie erhoben. ‚Gier‘ ist ein Ausdruck für die fünf Sinnesreize. Dieser edle Schüler meditiert mit einem Herzen ganz wie der Raum – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen. Indem sie sich darauf stützen, werden manche Lebewesen auf diese Art rein.
Dann besinnt sich da ein edler Schüler auf die Lehre: ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘ Zu einer Zeit, zu der ein edler Schüler sich auf die Lehre besinnt, ist sein Geist nicht voller Gier, Hass und Täuschung. …
Dann besinnt sich da ein edler Schüler auf den Saṅgha: ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem geraden Weg, dem systematischen Weg, dem richtigen Weg. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Individuen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha; er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig, das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘ Zu einer Zeit, zu der ein edler Schüler sich auf den Saṅgha besinnt, ist sein Geist nicht voller Gier, Hass und Täuschung. …
Dann besinnt sich da ein edler Schüler auf seine eigene Tugend, die unversehrt ist, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie ist befreiend, wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig aufgefasst und führt in die Versenkung. Zu einer Zeit, zu der ein edler Schüler sich auf seine Tugend besinnt, ist sein Geist nicht voller Gier, Hass und Täuschung. …
Dann besinnt sich da ein edler Schüler auf seine eigene Großzügigkeit: ‚Ich habe Glück, so großes Glück! Unter denen, die vom Fleck des Geizes befleckt sind, lebe ich im Haus, habe den Fleck des Geizes entfernt, gebe großzügig her, habe eine offene Hand, freue mich am Loslassen, bin der Wohltätigkeit verpflichtet und liebe es, zu geben und zu teilen.‘ Zu einer Zeit, zu der ein edler Schüler sich auf seine eigene Großzügigkeit besinnt, ist sein Geist nicht voller Gier, Hass und Täuschung. …
Dann besinnt sich da ein edler Schüler auf die Gottheiten: ‚Es gibt die Götter der vier großen Könige, die Götter der Dreiunddreißig, die Yama-Götter, die freudvollen Götter, die Götter, die das Erschaffen lieben, die Götter, die über das herrschen, was andere erschaffen, die Götter aus Brahmās Gefolge und Götter, die noch darüber stehen. Nachdem diese Gottheiten von hier verschieden sind, wurden sie aufgrund ihres Vertrauens, ihrer Tugend, ihrer Gelehrsamkeit, ihrer Großzügigkeit und ihrer Weisheit dort wiedergeboren. Auch ich besitze die gleiche Art von Vertrauen, Tugend, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.‘ Zu einer Zeit, zu der ein edler Schüler sich auf Vertrauen, Tugend, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit der Gottheiten und auf die gleichen Eigenschaften bei sich selbst besinnt, ist sein Geist nicht voller Gier, Hass und Täuschung. Zu dieser Zeit ist sein Geist unbeirrbar. Die Gier hat er hinter sich gelassen, ist frei von ihr und hat sich über sie erhoben. ‚Gier‘ ist ein Ausdruck für die fünf Sinnesreize. Dieser edle Schüler meditiert mit einem Herzen, ganz wie der Raum – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen. Indem sie sich darauf stützen, werden manche Lebewesen auf diese Art rein.
Es ist unglaublich, Geehrte, es ist erstaunlich, wie der Gesegnete, der erkennt und sieht, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha eine Öffnung inmitten der Enge gefunden hat, um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit vergehen zu lassen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen: nämlich die sechs Gegenstände zur Besinnung.“
With Mahākaccāna
There Mahākaccāna addressed the mendicants: “Reverends, mendicants!”
“Reverend,” they replied. Venerable Mahākaccāna said this:
“It’s incredible, reverends, it’s amazing! How this Blessed One who knows and sees, the perfected one, the fully awakened Buddha, has found an opening amid confinement; that is, the six topics for recollection. They are in order to purify sentient beings, to get past sorrow and crying, to make an end of pain and sadness, to discover the system, and to realize extinguishment. What six?
Firstly, a noble disciple recollects the Realized One: ‘That Blessed One is perfected, a fully awakened Buddha, accomplished in knowledge and conduct, holy, knower of the world, supreme guide for those fit for training, teacher of gods and humans, awakened, blessed.’ When a noble disciple recollects the Realized One their mind is not full of greed, hate, and delusion. At that time their mind is quite unswerving. They’ve left behind greed; they’re free of it and have risen above it. ‘Greed’ is a term for the five kinds of sensual stimulation. That noble disciple meditates with a heart just like space, abundant, expansive, limitless, free of enmity and ill will. Relying on this, some sentient beings become pure in this way.
Furthermore, a noble disciple recollects the teaching: ‘The teaching is well explained by the Buddha—apparent in the present life, immediately effective, inviting inspection, relevant, so that sensible people can know it for themselves.’ When a noble disciple recollects the teaching their mind is not full of greed, hate, and delusion. …
Furthermore, a noble disciple recollects the Saṅgha: ‘The Saṅgha of the Buddha’s disciples is practicing the way that’s good, direct, systematic, and proper. It consists of the four pairs, the eight individual persons. This is the Saṅgha of the Buddha’s disciples that is worthy of offerings dedicated to the gods, worthy of hospitality, worthy of a religious donation, worthy of greeting with joined palms, and is the supreme field of merit for the world.’ When a noble disciple recollects the Saṅgha their mind is not full of greed, hate, and delusion. …
Furthermore, a noble disciple recollects their own ethical precepts, which are intact, impeccable, spotless, and unmarred, liberating, praised by sensible people, not mistaken, and leading to immersion. When a noble disciple recollects their ethical precepts their mind is not full of greed, hate, and delusion. …
Furthermore, a noble disciple recollects their own generosity: ‘I’m so fortunate, so very fortunate! Among people full of the stain of stinginess I live at home rid of the stain of stinginess, freely generous, open-handed, loving to let go, committed to charity, loving to give and to share.’ When a noble disciple recollects their own generosity their mind is not full of greed, hate, and delusion. …
Furthermore, a noble disciple recollects the deities: ‘There are the gods of the four great kings, the gods of the thirty-three, the gods of Yama, the joyful gods, the gods who love to imagine, the gods who control what is imagined by others, the gods of the Divinity’s host, and gods even higher than these. When those deities passed away from here, they were reborn there because of their faith, ethics, learning, generosity, and wisdom. I, too, have the same kind of faith, ethics, learning, generosity, and wisdom.’ When a noble disciple recollects the faith, ethics, learning, generosity, and wisdom of both themselves and the deities their mind is not full of greed, hate, and delusion. At that time their mind is quite unswerving. They’ve left behind greed; they’re free of it and have risen above it. ‘Greed’ is a term for the five kinds of sensual stimulation. That noble disciple meditates with a heart just like space, abundant, expansive, limitless, free of enmity and ill will. Relying on this, some sentient beings become pure in this way.
It’s incredible, reverends, it’s amazing! How this Blessed One who knows and sees, the perfected one, the fully awakened Buddha, has found an opening amid confinement; that is, the six topics for recollection. They are in order to purify sentient beings, to get past sorrow and crying, to make an end of pain and sadness, to discover the system, and to realize extinguishment.”
Mahākaccānasutta
Tatra kho āyasmā mahākaccāno bhikkhū āmantesi: “āvuso bhikkhave”ti.
“Āvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato mahākaccānassa paccassosuṁ. Āyasmā mahākaccāno etadavoca:
“acchariyaṁ, āvuso; abbhutaṁ, āvuso. Yāvañcidaṁ tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena sambādhe okāsādhigamo anubuddho sattānaṁ visuddhiyā sokaparidevānaṁ samatikkamāya dukkhadomanassānaṁ atthaṅgamāya ñāyassa adhigamāya nibbānassa sacchikiriyāya, yadidaṁ cha anussatiṭṭhānāni. Katamāni cha?
Idhāvuso, ariyasāvako tathāgataṁ anussarati: ‘itipi so bhagavā …pe… satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. Yasmiṁ, āvuso, samaye ariyasāvako tathāgataṁ anussarati nevassa tasmiṁ samaye rāgapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na dosapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na mohapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti; ujugatamevassa tasmiṁ samaye cittaṁ hoti, nikkhantaṁ muttaṁ vuṭṭhitaṁ gedhamhā. ‘Gedho’ti kho, āvuso, pañcannetaṁ kāmaguṇānaṁ adhivacanaṁ. Sa kho so, āvuso, ariyasāvako sabbaso ākāsasamena cetasā viharati vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena. Idampi kho, āvuso, ārammaṇaṁ karitvā evam’idhekacce sattā visuddhidhammā bhavanti.
Puna caparaṁ, āvuso, ariyasāvako dhammaṁ anussarati: ‘svākkhāto bhagavatā dhammo …pe… paccattaṁ veditabbo viññūhī’ti. Yasmiṁ, āvuso, samaye ariyasāvako dhammaṁ anussarati nevassa tasmiṁ samaye rāgapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na dosapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na mohapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti;
Puna caparaṁ, āvuso, ariyasāvako saṅghaṁ anussarati: ‘suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho …pe… anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassā’ti. Yasmiṁ, āvuso, samaye ariyasāvako saṅghaṁ anussarati nevassa tasmiṁ samaye rāgapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na dosapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na mohapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti;
Puna caparaṁ, āvuso, ariyasāvako attano sīlāni anussarati akhaṇḍāni …pe… samādhisaṁvattanikāni. Yasmiṁ, āvuso, samaye ariyasāvako attano sīlaṁ anussarati nevassa tasmiṁ samaye rāgapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na dosapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na mohapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti;
Puna caparaṁ, āvuso, ariyasāvako attano cāgaṁ anussarati: ‘lābhā vata me, suladdhaṁ vata me …pe… yācayogo dānasaṁvibhāgarato’ti. Yasmiṁ, āvuso, samaye ariyasāvako attano cāgaṁ anussarati nevassa tasmiṁ samaye rāgapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na dosapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na mohapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti;
Puna caparaṁ, āvuso, ariyasāvako devatā anussarati: ‘santi devā cātumahārājikā, santi devā …pe… tatuttari. Yathārūpāya saddhāya samannāgatā tā devatā ito cutā tattha upapannā; mayhampi tathārūpā saddhā saṁvijjati. Yathārūpena sīlena … Yasmiṁ, āvuso, samaye ariyasāvako attano ca tāsañca devatānaṁ saddhañca sīlañca sutañca cāgañca paññañca anussarati nevassa tasmiṁ samaye rāgapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na dosapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti, na mohapariyuṭṭhitaṁ cittaṁ hoti; ujugatamevassa tasmiṁ samaye cittaṁ hoti, nikkhantaṁ muttaṁ vuṭṭhitaṁ gedhamhā. ‘Gedho’ti kho, āvuso, pañcannetaṁ kāmaguṇānaṁ adhivacanaṁ. Sa kho so, āvuso, ariyasāvako sabbaso ākāsasamena cetasā viharati vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena. Idampi kho, āvuso, ārammaṇaṁ karitvā evam’idhekacce sattā visuddhidhammā bhavanti.
Acchariyaṁ, āvuso, abbhutaṁ, āvuso. Yāvañcidaṁ tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena sambādhe okāsādhigamo anubuddho sattānaṁ visuddhiyā sokaparidevānaṁ samatikkamāya dukkhadomanassānaṁ atthaṅgamāya ñāyassa adhigamāya nibbānassa sacchikiriyāya, yadidaṁ cha anussatiṭṭhānānī”ti.