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AN6.16

2. Das Kapitel über warmherzige Eigenschaften

2. Sāraṇīyavagga

Nakulas Vater

Einmal hielt sich der Buddha im Land der Bhagger bei Krokodilbrüllen auf, im Wildpark bei Bhesakaḷās Wald. Zu dieser Zeit nun war Nakulas Vater, der Hausbesitzer, mitgenommen, leidend, schwer krank. Da sagte Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, zu ihm:

„Hausbesitzer, stirb nicht mit Sorgen. Mit Sorgen zu sterben, ist Leiden, und es wird vom Buddha getadelt. Hausbesitzer, du denkst vielleicht: ‚Wenn ich nicht mehr da bin, wird Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, nicht in der Lage sein, die Kinder zu versorgen und für den Haushalt genug Teppiche zu haben.‘ Aber so sollst du es nicht sehen. Ich habe Geschick beim Spinnen von Baumwolle und beim Kämmen von Wolle. Ich bin in der Lage, die Kinder zu versorgen und für den Haushalt genug Teppiche zu haben. Daher, Hausbesitzer, stirb nicht mit Sorgen. Mit Sorgen zu sterben, ist Leiden, und es wird vom Buddha getadelt.

Hausbesitzer, du denkst vielleicht: ‚Wenn ich nicht mehr da bin, wird Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, einen anderen Mann nehmen.‘ Aber so sollst du es nicht sehen. Wir wissen beide, dass wir in den letzten sechzehn Jahren keusch im Haus gelebt haben. Daher, Hausbesitzer, stirb nicht mit Sorgen. Mit Sorgen zu sterben, ist Leiden, und es wird vom Buddha getadelt.

Hausbesitzer, du denkst vielleicht: ‚Wenn ich nicht mehr da bin, wird Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, den Buddha und seinen Saṅgha von Mönchen und Nonnen nicht mehr sehen wollen.‘ Aber so sollst du es nicht sehen. Wenn du nicht mehr da bist, werde ich den Buddha und seinen Saṅgha sogar noch mehr sehen wollen. Daher, Hausbesitzer, stirb nicht mit Sorgen. Mit Sorgen zu sterben, ist Leiden, und es wird vom Buddha getadelt.

Hausbesitzer, du denkst vielleicht: ‚Wenn ich nicht mehr da bin, wird Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, ihre Tugend nicht erfüllen.‘ Aber so sollst du es nicht sehen. Ich gehöre zu den weiß gekleideten Schülerinnen des Buddha, die ihre Tugend erfüllen. Wer daran zweifelt, kann zum Buddha gehen und ihn fragen. Er hält sich im Land der Bhagger bei Krokodilbrüllen auf, im Wildpark bei Bhesakaḷās Wald. Daher, Hausbesitzer, stirb nicht mit Sorgen. Mit Sorgen zu sterben, ist Leiden, und es wird vom Buddha getadelt.

Hausbesitzer, du denkst vielleicht: ‚Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, besitzt nicht die innere Sammlung des Herzens.‘ Aber so sollst du es nicht sehen. Ich gehöre zu den weiß gekleideten Schülerinnen des Buddha, die die innere Sammlung des Herzens besitzen. Wer daran zweifelt, kann zum Buddha gehen und ihn fragen. Er hält sich im Land der Bhagger bei Krokodilbrüllen auf, im Wildpark bei Bhesakaḷās Wald. Daher, Hausbesitzer, stirb nicht mit Sorgen. Mit Sorgen zu sterben, ist Leiden, und es wird vom Buddha getadelt.

Hausbesitzer, du denkst vielleicht: ‚Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, hat in dieser Lehre und Schulung keinen Stand gefunden, keinen festen Stand und keinen Trost. Sie ist nicht über den Zweifel hinausgegangen, hat sich nicht von Unschlüssigkeit frei gemacht und kein Selbstvertrauen gewonnen. Sie ist in der Anleitung des Lehrers nicht von anderen unabhängig.‘ Aber so sollst du es nicht sehen. Ich gehöre zu den weiß gekleideten Schülerinnen des Buddha, die in dieser Lehre und Schulung einen Stand gefunden haben, einen festen Stand und einen Trost. Ich bin über den Zweifel hinausgegangen, habe mich von Unschlüssigkeit frei gemacht und habe Selbstvertrauen gewonnen. Ich bin in der Anleitung des Lehrers von anderen unabhängig. Wer daran zweifelt, kann zum Buddha gehen und ihn fragen. Er hält sich im Land der Bhagger bei Krokodilbrüllen auf, im Wildpark bei Bhesakaḷās Wald. Daher, Hausbesitzer, stirb nicht mit Sorgen. Mit Sorgen zu sterben, ist Leiden, und es wird vom Buddha getadelt.“

Und als Nakulas Mutter Nakulas Vater diese Unterweisung erteilt hatte, klang seine Krankheit auf der Stelle ab. Und so genas Nakulas Vater von dieser Krankheit. So erholte er sich von dieser Krankheit. Bald nach seiner Genesung ging er auf einen Stock gestützt zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihm:

„Du hast Glück, Hausbesitzer, so großes Glück, dass Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, dich aus Anteilnahme und Hilfsbereitschaft unterweist und anleitet!

Sie gehört zu den weiß gekleideten Schülerinnen des Buddha, die ihre Tugend erfüllen.

Sie gehört zu den weiß gekleideten Schülerinnen des Buddha, die die innere Sammlung des Herzens besitzen.

Sie gehört zu den weiß gekleideten Schülerinnen des Buddha, die in dieser Lehre und Schulung einen Stand gefunden haben, einen festen Stand und einen Trost. Sie ist über den Zweifel hinausgegangen, hat sich von Unschlüssigkeit frei gemacht und hat Selbstvertrauen gewonnen. Sie ist in der Anleitung des Lehrers von anderen unabhängig.

Du hast Glück, Hausbesitzer, so großes Glück, dass Nakulas Mutter, die Hausbesitzerin, dich aus Anteilnahme und Hilfsbereitschaft unterweist und anleitet!“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).