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AN5.75

8. Das Kapitel über einen Krieger

8. Yodhājīvavagga

Krieger (1)

„Mönche und Nonnen, diese fünf Krieger findet man in der Welt. Welche fünf?

Da zaudert ein Krieger beim bloßen Anblick einer Staubwolke und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, sich in die Schlacht zu stürzen. So sind manche Krieger. Das ist der erste Krieger, den man in der Welt findet.

Dann ist da ein Krieger einer Staubwolke überlegen, doch beim bloßen Anblick einer Fahnenspitze zaudert er und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, sich in die Schlacht zu stürzen. So sind manche Krieger. Das ist der zweite Krieger, den man in der Welt findet.

Dann ist da ein Krieger einer Staubwolke und einer Fahnenspitze überlegen, doch beim bloßen Lärm eines Tumults zaudert er und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, sich in die Schlacht zu stürzen. So sind manche Krieger. Das ist der dritte Krieger, den man in der Welt findet.

Dann ist da ein Krieger einer Staubwolke, einer Fahnenspitze und einem Tumult überlegen, doch wenn Hiebe ausgeteilt werden, wird er getötet oder verwundet. So sind manche Krieger. Das ist der vierte Krieger, den man in der Welt findet.

Dann ist da ein Krieger einer Staubwolke, einer Fahnenspitze, einem Tumult und Hieben überlegen. Er erringt den Sieg in der Schlacht und beweist sich als der Erste in der Schlacht. So sind manche Krieger. Das ist der fünfte Krieger, den man in der Welt findet.

Das sind die fünf Krieger, die man in der Welt findet.

Ebenso findet man diese fünf Personen, die Kriegern gleichen, unter den Mönchen. Welche fünf?

Da zaudert ein Mönch beim bloßen Anblick einer Staubwolke und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Er erklärt seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu. Was ist seine ‚Staubwolke‘? Da hört ein Mönch: ‚Im Dorf oder Marktflecken Soundso lebt eine Frau oder ein Mädchen, das ansprechend ist, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit.‘ Wenn er das hört, zaudert er und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Er erklärt seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu. Das ist seine ‚Staubwolke‘.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der beim bloßen Anblick einer Staubwolke zaudert und schwach wird. So sind manche Personen. Das ist die erste Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann ist da ein Mönch einer Staubwolke überlegen, doch beim bloßen Anblick einer Fahnenspitze zaudert er und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Er erklärt seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu. Was ist seine ‚Fahnenspitze‘? Da hört ein Mönch nicht: ‚Im Dorf oder Marktflecken Soundso lebt eine Frau oder ein Mädchen, das ansprechend ist, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit.‘ Doch er sieht selbst eine Frau oder ein Mädchen, das ansprechend ist, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit. Wenn er sie sieht, zaudert er und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Er erklärt seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu. Das ist seine ‚Fahnenspitze‘.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der einer Staubwolke überlegen ist, doch beim bloßen Anblick einer Fahnenspitze zaudert und schwach wird. So sind manche Personen. Das ist die zweite Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann ist da ein Mönch einer Staubwolke und einer Fahnenspitze überlegen, doch beim bloßen Lärm eines Tumults zaudert er und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Er erklärt seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu. Was ist sein ‚Tumult‘? Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und eine Frauensperson kommt zu ihm. Sie lächelt, plaudert, lacht und neckt ihn. Da zaudert er und wird schwach. Er bleibt nicht standhaft und ist nicht in der Lage, das geistliche Leben fortzusetzen. Er erklärt seine Unfähigkeit, die Schulung fortzusetzen, sagt sich von ihr los und wendet sich wieder einem geringeren Leben zu. Das ist sein ‚Tumult‘.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der einer Staubwolke und einer Fahnenspitze überlegen ist, doch beim bloßen Lärm eines Tumults zaudert und schwach wird. So sind manche Personen. Das ist die dritte Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann ist da ein Mönch einer Staubwolke, einer Fahnenspitze und einem Tumult überlegen, doch wenn Hiebe ausgeteilt werden, wird er getötet oder verwundet. Was sind seine ‚Hiebe, die ausgeteilt werden‘? Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und eine Frauensperson kommt zu ihm. Sie setzt sich direkt zu ihm, legt sich hin oder umarmt ihn. Ohne sich zuvor von der Schulung loszusagen und seine Unfähigkeit zu erklären, sie fortzusetzen, hat er Geschlechtsverkehr. Das sind seine ‚Hiebe, die ausgeteilt werden‘.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der einer Staubwolke, einer Fahnenspitze und einem Tumult überlegen ist, doch der getötet oder verwundet wird, wenn Hiebe ausgeteilt werden. So sind manche Personen. Das ist die vierte Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Dann ist da ein Mönch einer Staubwolke, einer Fahnenspitze, einem Tumult und Hieben überlegen. Er erringt den Sieg in der Schlacht und beweist sich als der Erste in der Schlacht. Was ist sein ‚Sieg in der Schlacht‘? Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und eine Frauensperson kommt zu ihm. Sie setzt sich direkt zu ihm, legt sich hin oder umarmt ihn. Doch er löst sich von ihr und befreit sich und geht, wohin er möchte. Er sucht einen abgelegenen Platz auf: eine Wildnis, den Fuß eines Baumes, einen Hügel, eine Schlucht, eine Berghöhle, ein Leichenfeld, einen Wald, den freien Himmel, einen Strohhaufen.

Wenn er in eine Wildnis oder zum Fuß eines Baumes oder zu einer leeren Hütte gegangen ist, setzt er sich dort mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf verankert die Achtsamkeit bei sich. Er gibt das Begehren nach der Welt auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Begehren ist, und läutert den Geist von Begehren. Er gibt bösen Willen und Gehässigkeit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von bösem Willen ist, voller Anteilnahme für alle Lebewesen, und läutert den Geist von bösem Willen. Er gibt Dumpfheit und Benommenheit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Dumpfheit und Benommenheit ist, er nimmt Licht wahr, ist achtsam und der Situation bewusst und läutert den Geist von Dumpfheit und Benommenheit. Er gibt Rastlosigkeit und Reue auf, meditiert ohne Rastlosigkeit, mit innerlich friedvollem Geist, und läutert den Geist von Rastlosigkeit und Reue. Er gibt den Zweifel auf, meditiert, indem er über den Zweifel hinausgegangen ist, nicht im Unklaren über taugliche Eigenschaften, und läutert den Geist von Zweifel. Er gibt diese fünf Hindernisse auf, die Verunreinigungen des Herzens, die die Weisheit schwächen. Dann tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … Er tritt in die zweite Vertiefung ein … er tritt in die dritte Vertiefung ein … er tritt in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin.

Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus auf das Erkennen der Auflösung der Befleckungen. Er versteht wahrhaftig:‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Er versteht wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen.‘ … ‚Das ist der Ursprung der Befleckungen.‘ … ‚Das ist das Aufhören der Befleckungen.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt.‘ Wenn er das erkennt und sieht, ist sein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit. Wenn er befreit ist, weiß er, er ist befreit.

Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘ Das ist sein ‚Sieg in der Schlacht‘.

Ich sage, diese Person ist wie der Krieger, der einer Staubwolke, einer Fahnenspitze, einem Tumult und Hieben überlegen ist. Er erringt den Sieg in der Schlacht und beweist sich als der Erste in der Schlacht. So sind manche Personen. Das ist die fünfte Person, die einem Krieger gleicht, die man unter den Mönchen findet.

Das sind die fünf Personen, die Kriegern gleichen, die man unter den Mönchen findet.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).