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AN5.73

8. Das Kapitel über einen Krieger

8. Yodhājīvavagga

In der Lehre leben (1)

Da ging ein Mönch zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, man spricht von ‚jemandem, der in der Lehre lebt‘. Inwiefern lebt ein Mönch in der Lehre?“

„Mönch, da prägt sich ein Mönch die Lehren ein: die Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche, Strophen, innigen Ausrufe, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunlichen Geschichten und Ausarbeitungen. Er verbringt zu viel Zeit damit, diese Lehre zu studieren. Er vernachlässigt die Klausur und weiht sich nicht der inneren Sammlung des Herzens. Diesen Mönch nennt man einen, der viel studiert, nicht einen, der in der Lehre lebt.

Dann unterweist da ein Mönch andere ausführlich im Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat. Er verbringt zu viel Zeit damit, diese Lehre zu verfechten. Er vernachlässigt die Klausur und weiht sich nicht der inneren Sammlung des Herzens. Diesen Mönch nennt man einen, der viel verficht, nicht einen, der in der Lehre lebt.

Dann sagt da ein Mönch die Lehre ausführlich auf, wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. Er verbringt zu viel Zeit damit, diese Lehre aufzusagen. Er vernachlässigt die Klausur und weiht sich nicht der inneren Sammlung des Herzens. Diesen Mönch nennt man einen, der viel aufsagt, nicht einen, der in der Lehre lebt.

Dann denkt da ein Mönch im Herzen über die Lehre nach und erwägt sie, untersucht sie mit dem Geist, wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. Er verbringt zu viel Zeit damit, über diese Lehre nachzudenken. Er vernachlässigt die Klausur und weiht sich nicht der inneren Sammlung des Herzens. Diesen Mönch nennt man einen, der viel nachdenkt, nicht einen, der in der Lehre lebt.

Da prägt sich ein Mönch die Lehren ein: die Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche, Strophen, innigen Ausrufe, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunlichen Geschichten und Ausarbeitungen. Er verbringt nicht zu viel Zeit damit, diese Lehre zu studieren. Er vernachlässigt die Klausur nicht und weiht sich der inneren Sammlung des Herzens. So ist ein Mönch jemand, der in der Lehre lebt.

So habe ich dir also den dargelegt, der viel studiert, den, der viel verficht, den, der viel aufsagt, den, der viel nachdenkt und den, der in der Lehre lebt. Aus Anteilnahme habe ich getan, was ein Lehrer, der seinen Schülern wohlgesonnen ist, tun sollte. Hier sind Plätze am Fuß von Bäumen, und hier sind leere Hütten. Übe die Vertiefungen, Mönch! Sei nicht nachlässig! Nicht, dass du es später bereust! Das ist meine Anleitung für dich.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).