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AN5.51

6. Das Kapitel über Hindernisse

6. Nīvaraṇavagga

Hemmnisse

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, es gibt fünf Hemmnisse und Hindernisse, geistige Schmarotzer, die die Weisheit schwächen. Welche fünf? Sinnliches Begehren … bösen Willen … Dumpfheit und Benommenheit … Rastlosigkeit und Reue … sowie Zweifel … Das sind die fünf Hemmnisse und Hindernisse, geistige Schmarotzer, die die Weisheit schwächen.

Da ist bei einem Mönch die Weisheit matt und schwach, und er hat diese fünf Hemmnisse und Hindernisse nicht aufgegeben, die geistigen Schmarotzer, die die Weisheit schwächen. Es ist ganz unmöglich, dass er wissen kann, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist; oder dass er einen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreichen kann, der der Edlen würdig ist.

Wie ein Gebirgsfluss, der rasch dahinfließt, weit fortströmt und alles mit sich fortreißt, und dann würde ein Mann auf beiden Seiten Kanäle öffnen, sodass die Strömung in der Flussmitte verteilt, verschoben und aufgetrennt würde. Der Fluss würde nicht länger rasch dahinfließen, weit fortströmen und alles mit sich fortreißen.

Ebenso ist da bei einem Mönch die Weisheit matt und schwach, und er hat diese fünf Hemmnisse und Hindernisse nicht aufgegeben, die geistigen Schmarotzer, die die Weisheit schwächen. Es ist ganz unmöglich, dass er wissen kann, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist; oder dass er einen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreichen kann, der der Edlen würdig ist.

Da ist bei einem Mönch die Weisheit machtvoll, und er hat diese fünf Hemmnisse und Hindernisse aufgegeben, die geistigen Schmarotzer, die die Weisheit schwächen. Es ist gut möglich, dass er wissen kann, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist; oder dass er einen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreichen kann, der der Edlen würdig ist.

Wie ein Gebirgsfluss, der rasch dahinfließt, weit fortströmt und alles mit sich fortreißt, und dann würde ein Mann die Kanäle auf beiden Seiten schließen, sodass die Strömung in der Flussmitte nicht verteilt, verschoben und aufgetrennt würde: Der Fluss würde weiterhin rasch dahinfließen, weit fortströmen und alles mit sich fortreißen.

Ebenso ist da bei einem Mönch die Weisheit machtvoll, und er hat diese fünf Hemmnisse und Hindernisse aufgegeben, die geistigen Schmarotzer, die die Weisheit schwächen. Es ist gut möglich, dass er wissen kann, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist; oder dass er einen erhabenen Zustand übermenschlichen Erkennens und Sehens erreichen kann, der der Edlen würdig ist.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).