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AN5.195

20. Das Kapitel über Brahmanen

20. Brāhmaṇavagga

Piṅgiyānī

Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.

Nun besuchten da gerade etwa fünfhundert Licchaver den Buddha. Manche Licchaver waren blau, von blauer Farbe, in Blau gekleidet, mit Blau geschmückt. Andere waren ebenso gelb, rot oder weiß. Doch der Buddha überstrahlte sie alle mit seiner Schönheit und seinem Glanz.

Da erhob sich der Brahmane Piṅgīyānī von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, ließ sich auf das rechte Knie nieder, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und sagte: „Mir fällt etwas ein, Gesegneter! Mir fällt etwas ein, Heiliger!“

„So sag, was dir einfällt“, sagte der Buddha. Da rühmte der Brahmane Piṅgīyānī den Buddha unter dessen Augen mit einer passenden Strophe:

„Wie ein duftender rosafarbener Lotus, der morgens blüht und seinen Duft voll entfaltet: Sieh’ Aṅgīrasa scheinen, hell wie die Sonne am Himmel!“

Da legten diese fünfhundert Licchaver Piṅgiyānī fünfhundert Oberroben um, und Piṅgiyānī legte sie dem Buddha um.

Da sagte der Buddha zu den Licchavern:

„Licchaver, das Erscheinen von fünf Juwelen ist in der Welt schwer zu finden. Welcher fünf? Das Erscheinen eines Klargewordenen, eines Vollendeten, eines vollkommen erwachten Buddha ist in der Welt schwer zu finden. Eine Person, die die Lehre und Schulung, die ein Klargewordener verkündet hat, erklärt … Eine Person, die die Lehre und Schulung, die ein Klargewordener verkündet hat, versteht … Eine Person, die im Einklang mit der Lehre übt … Eine Person, die dankbar und erkenntlich ist, ist in der Welt schwer zu finden. Das Erscheinen dieser fünf Juwelen ist in der Welt schwer zu finden.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).