← AN

AN5.141

15. Das Kapitel bei Tikaṇḍakī

15. Tikaṇḍakīvagga

Verachtung

„Mönche und Nonnen, diese fünf Personen findet man in der Welt. Welche fünf? Eine gibt und verachtet dann, eine lebt zusammen und verachtet dann, eine ist empfänglich für Klatsch, eine ist launisch und eine ist einfältig und dumm.

Und wie gibt eine Person und verachtet dann? Da gibt eine Person einer anderen Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung. Sie denkt: ‚Ich gebe, dieser empfängt.‘ Sie gibt dieser Person, dann verachtet sie sie. So gibt eine Person und verachtet dann.

Und wie lebt eine Person zusammen und verachtet dann? Da lebt eine Person zwei oder drei Jahre lang mit einer anderen zusammen. Sie lebt mit ihr zusammen, dann verachtet sie sie. So lebt eine Person zusammen und verachtet dann.

Und wie ist eine Person empfänglich für Klatsch? Da glaubt eine Person schnell, was jemand lobend oder tadelnd über jemand anderen sagt. So ist eine Person empfänglich für Klatsch.

Und wie ist eine Person launisch? Da ist eine Person wankelmütig bei ihrem Vertrauen, ihrer Ehrerbietung, ihrer Zuneigung und ihrer Zuversicht. So ist eine Person launisch.

Und wie ist eine Person einfältig und dumm? Da kennt eine Person nicht den Unterschied zwischen tauglichen und untauglichen Eigenschaften, zwischen tadelnswerten und solchen ohne Tadel, geringen und hochstehenden, Eigenschaften auf der dunklen und auf der hellen Seite. So ist eine Person einfältig und dumm.

Das sind die fünf Personen, die man in der Welt findet.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).