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AN5.135

14. Das Kapitel über Könige

14. Rājavagga

Streben (1)

„Mönche und Nonnen, der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs, der fünf Faktoren besitzt, strebt nach der Königswürde. Welche fünf?

Da ist der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück.

Er ist ansprechend, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit.

Er ist seinen Eltern lieb und teuer.

Er ist den Menschen aus Stadt und Land lieb und teuer.

Er ist geübt und geschickt in den Künsten eines gesalbten adligen Königs: Elefanten- und Pferdereiten, Streitwagenfahren, Bogenschießen und Schwertkampf.

Er denkt: ‚Ich bin von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück. Warum sollte ich nicht nach der Königswürde streben? Ich bin ansprechend, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit. Warum sollte ich nicht nach der Königswürde streben? Ich bin meinen Eltern lieb und teuer. Warum sollte ich nicht nach der Königswürde streben? Ich bin den Menschen aus Stadt und Land lieb und teuer. Warum sollte ich nicht nach der Königswürde streben? Ich bin geübt und geschickt in den Künsten eines gesalbten adligen Königs: Elefanten- und Pferdereiten, Streitwagenfahren, Bogenschießen und Schwertkampf. Warum sollte ich nicht nach der Königswürde streben?‘ Der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs, der diese fünf Faktoren besitzt, strebt nach der Königswürde.

Ebenso strebt ein Mönch, der fünf Eigenschaften besitzt, nach dem Auflösen der Befleckungen. Welche fünf?

Da hat ein Mönch Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen: ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Er ist selten krank oder unwohl. Sein Magen verdaut gut, ist weder zu heiß noch zu kalt, sondern genau richtig und passend für die Meditation.

Er ist nicht verschlagen oder hinterhältig. Er vertraut sich ehrlich dem Lehrer oder vernünftigen geistlichen Gefährten an.

Er lebt so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.

Er ist weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.

Er denkt: ‚Ich bin ein vertrauensvoller Mensch. Ich habe Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen … Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich bin selten krank oder unwohl. Mein Magen verdaut gut, ist weder zu heiß noch zu kalt, sondern genau richtig und passend für die Meditation. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich bin nicht verschlagen oder hinterhältig. Ich vertraue mich ehrlich dem Lehrer oder vernünftigen geistlichen Gefährten an. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich lebe so, dass ich meine Energie aufrüttele, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und mir taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Ich bin stark, beharrlich fest, und lasse nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich bin weise. Ich besitze die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben?‘

Ein Mönch, der diese fünf Eigenschaften besitzt, strebt nach dem Auflösen der Befleckungen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).