← AN

AN4.95

10. Das Kapitel über Titanen

10. Asuravagga

Die Fackel

„Mönche und Nonnen, diese vier Personen findet man in der Welt. Welche vier? Jemanden, der weder zum eigenen Nutzen übt noch zum Nutzen anderer; jemanden, der zum Nutzen anderer übt, aber nicht zum eigenen Nutzen; Jemanden, der zum eigenen Nutzen übt, aber nicht zum Nutzen anderer; jemanden, der sowohl zum eigenen Nutzen übt als auch zum Nutzen anderer.

Wie eine Fackel zum Anzünden eines Scheiterhaufens für eine Bestattung, die an beiden Enden brennt und in der Mitte mit Kot bestrichen ist: Weder im Dorf noch in der Wildnis könnte sie als Bauholz verwendet werden. Geradeso ist die Person, die weder zum eigenen Nutzen noch zum Nutzen anderer übt, sage ich.

Die Person, die zum Nutzen anderer, aber nicht zum eigenen Nutzen übt, ist von diesen beiden die vortrefflichere und erlesenere. Die Person, die zum eigenen Nutzen, aber nicht zum Nutzen anderer übt, ist von diesen dreien die vortrefflichere und erlesenere. Doch die Person, die sowohl zum eigenen als auch zum Nutzen anderer übt, ist die vorderste, beste, oberste, höchste und vorzüglichste unter den Vieren.

Von der Kuh stammt die Milch, von der Milch die Sauermilch, von der Sauermilch die Butter, von der Butter das Ghee und vom Ghee die Ghee-Crème; und die Ghee-Crème gilt als das Beste unter ihnen: Ebenso ist die Person, die sowohl zum eigenen Nutzen als auch zum Nutzen anderer übt, die vorderste, beste, oberste, höchste und vorzüglichste unter den Vieren.

Das sind die vier Personen, die man in der Welt findet.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).