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AN4.257

26. Das Kapitel über Einsicht

26. Abhiññāvagga

Mit Māluṅkyaputta

Da ging der Ehrwürdige Māluṅkyaputta zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, dass der Buddha mir in kurzer Form eine Dhammaunterweisung gebe. Wenn ich sie gehört habe, werde ich allein leben, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen.“

„Nun, Māluṅkyaputta, was sollen wir da zu den jungen Mönchen sagen, wenn selbst ein alter Mann wie du, bejahrt und hochbetagt, den Klargewordenen um eine kurze Unterweisung bittet?“

„Herr, dass der Buddha mir in kurzer Form eine Dhammaunterweisung gebe! Dass der Heilige mich den Dhamma in kurzer Form lehre! Hoffentlich kann ich die Bedeutung der Worte des Buddha verstehen! Hoffentlich kann ich ein Erbe der Lehre des Buddha sein!“

„Māluṅkyaputta, es gibt vier Dinge, die Verlangen in einem Mönch entstehen lassen. Welche vier? Verlangen entsteht um einer Robe willen, um des Almosens willen, um einer Unterkunft willen oder um der Wiedergeburt in diesem oder jenem Zustand willen. Das sind die vier Dinge, die Verlangen in einem Mönch entstehen lassen. Dieses Verlangen wird von einem Mönch aufgegeben, an der Wurzel abgeschnitten, sodass es wie der Stumpf einer Palme ist, dass es ausgelöscht ist und sich in Zukunft nicht mehr erheben kann. Dann nennt man ihn einen Mönch, der das Verlangen abgeschnitten, die Fesseln abgestreift, die Einbildung richtig erfasst und dadurch dem Leiden ein Ende gemacht hat.“

Als Māluṅkyaputta vom Buddha diese Unterweisung erhalten hatte, erhob er sich von seinem Sitz, verbeugte sich, umrundete den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und ging. Da gelangte Māluṅkyaputta, als er allein lebte, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen, bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens. Er lebte an dem Ziel, das er durch eigene Einsicht erkannt hatte, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.

Er verstand: „Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.“ Und der Ehrwürdige Māluṅkyaputta wurde einer der Vollendeten.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).