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18. Das Kapitel über Absicht

18. Sañcetaniyavagga

Die vier großen Bezugspunkte

Einmal hielt sich der Buddha bei Bhoga-Stadt auf, beim Ānanda-Heiligtum.

Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Der Buddha sagte: „Mönche und Nonnen, ich werde euch die vier großen Bezugspunkte lehren. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, was sind die vier großen Bezugspunkte?

Da ist ein Mönch, der sagt: ‚Geehrter, ich habe unter den Augen des Buddha gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie nicht in die Lehrrede passen und nicht in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich nicht das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Dieser Mönch hat das schlecht auswendig gelernt.‘ Daher sollt ihr es zurückweisen.

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚Geehrter, ich habe unter den Augen des Buddha gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Dieser Mönch hat das gut auswendig gelernt.‘ Ihr sollt es behalten. Das ist der erste große Bezugspunkt.

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚In dem und dem Kloster lebt ein Saṅgha mit Altehrwürdigen und Führenden. Unter den Augen dieses Saṅgha habe ich gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie nicht in die Lehrrede passen und nicht in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich nicht das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Dieser Saṅgha hat das schlecht auswendig gelernt.‘ Daher sollt ihr es zurückweisen.

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚In dem und dem Kloster lebt ein Saṅgha mit Altehrwürdigen und Führenden. Unter den Augen dieses Saṅgha habe ich gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Dieser Saṅgha hat das gut auswendig gelernt.‘ Ihr sollt es behalten. Das ist der zweite große Bezugspunkt.

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚In dem und dem Kloster leben mehrere altehrwürdige Mönche und Nonnen, die sehr gelehrt sind, Erben des Erbes, die die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis haben. Unter den Augen dieser altehrwürdigen Mönche und Nonnen habe ich gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie nicht in die Lehrrede passen und nicht in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich nicht das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Diese altehrwürdigen Mönche und Nonnen haben das schlecht auswendig gelernt.‘ Daher sollt ihr es zurückweisen.

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚In dem und dem Kloster leben mehrere altehrwürdige Mönche und Nonnen, die sehr gelehrt sind, Erben des Erbes, die die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis haben. Unter den Augen dieser altehrwürdigen Mönche und Nonnen habe ich gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Diese altehrwürdigen Mönche und Nonnen haben das gut auswendig gelernt.‘ Ihr sollt es behalten. Das ist der dritte große Bezugspunkt.

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚In dem und dem Kloster lebt ein einzelner altehrwürdiger Mönch, der sehr gelehrt ist, ein Erbe des Erbes, der die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis hat. Unter den Augen dieses altehrwürdigen Mönchs habe ich gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie nicht in die Lehrrede passen und nicht in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich nicht das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Dieser altehrwürdige Mönch hat das schlecht auswendig gelernt.‘ Daher sollt ihr es zurückweisen.

Dann ist da ein anderer Mönch, der sagt: ‚In dem und dem Kloster lebt ein einzelner altehrwürdiger Mönch, der sehr gelehrt ist, ein Erbe des Erbes, der die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis hat. Unter den Augen dieses altehrwürdigen Mönchs habe ich gehört und gelernt: Das ist die Lehre, das ist die Schulung, das ist die Anleitung des Lehrers.‘ Ihr sollt die Aussage dieses Mönchs weder begrüßen noch ablehnen. Stattdessen sollten diese Worte und Ausdrücke, wenn ihr sie sorgfältig auswendig gelernt habt, in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sein. Wenn sie in die Lehrrede passen und in der Schulung ersichtlich sind, sollt ihr den Schluss ziehen: ‚Das ist offensichtlich das Wort des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha. Dieser altehrwürdige Mönch hat das gut auswendig gelernt.‘ Ihr sollt es behalten. Das ist der vierte große Bezugspunkt.

Das sind die vier großen Bezugspunkte.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).