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AN3.93

10. Das Kapitel über ein Salzklümpchen

10. Loṇakapallavagga

Abgeschiedenheit

„Mönche und Nonnen, Wanderer anderer Konfessionen verfechten diese drei Arten der Abgeschiedenheit. Welche drei? Abgeschiedenheit in Bezug auf Roben, Almosen und Unterkünfte.

Wanderer anderer Konfessionen verfechten diese Art der Abgeschiedenheit in Bezug auf Roben: Sie tragen Roben aus Hanf, Hanf-Mischgewebe, Leichentuch, Lumpen, Lodhrabaum-Rinde, Antilopenfell, Antilopenfell-Streifen, Gewebe aus Kusagras, Rinden- oder Holzstückchen, Menschenhaar, Pferdehaar oder Eulenflügeln. Das ist die Art der Abgeschiedenheit in Bezug auf Roben, die Wanderer anderer Konfessionen verfechten.

Wanderer anderer Konfessionen verfechten diese Art der Abgeschiedenheit in Bezug auf Almosen: Sie essen Kräuter, Hirse, wilden Reis, mageren Reis, Wasserlattich, Reiskleie, Schaum von gekochtem Reis, Sesammehl, Gras oder Kuhmist. Sie überleben mit Wurzeln und Waldbeeren oder essen herabgefallene Früchte. Das ist die Art der Abgeschiedenheit in Bezug auf Almosen, die Wanderer anderer Konfessionen verfechten.

Wanderer anderer Konfessionen verfechten diese Art der Abgeschiedenheit in Bezug auf Unterkünfte: Sie halten sich in der Wildnis auf, am Fuß eines Baumes, auf einem Leichenfeld, im Wald, unter freiem Himmel, in einem Strohhaufen oder einer Tenne. Das ist die Art der Abgeschiedenheit in Bezug auf Unterkünfte, die Wanderer anderer Konfessionen verfechten. Das sind die drei Arten der Abgeschiedenheit, die Wanderer anderer Konfessionen verfechten.

In dieser Lehre und Schulung gibt es für einen Mönch drei Arten der Abgeschiedenheit. Welche drei? Zunächst ist ein Mönch tugendhaft, hat tugendloses Verhalten aufgegeben und ist davon abgeschieden. Er hat rechte Ansicht, hat falsche Ansicht aufgegeben und ist davon abgeschieden. Er hat die Befleckungen aufgelöst, hat sie aufgegeben und ist davon abgeschieden. Wenn ein Mönch diese drei Arten der Abgeschiedenheit besitzt, nennt man ihn einen Mönch, der den Gipfel und den Kern erreicht hat, der rein und im Kern gefestigt ist.

Wenn das Feld eines Bauern reif ist, lässt er eilig den Reis schneiden, ihn eilig aufsammeln, eilig befördern eilig zu Haufen schichten, eilig dreschen, eilig das Stroh entfernen, ihn eilig worfeln, eilig herüberbringen, eilig stampfen und eilig die Spelzen entfernen. So erreicht die Ernte des Bauern den Gipfel und den Kern, ist rein und im Kern gefestigt.

Ebenso nennt man einen Mönch, der tugendhaft ist, tugendloses Verhalten aufgegeben hat und davon abgeschieden ist, der rechte Ansicht hat, falsche Ansicht aufgegeben hat und davon abgeschieden ist, der die Befleckungen aufgelöst hat, sie aufgegeben hat und davon abgeschieden ist, einen Mönch, der den Gipfel und den Kern erreicht hat, der rein und im Kern gefestigt ist.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).