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AN3.79

8. Das Kapitel mit Ānanda

8. Ānandavagga

Düfte

Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, es gibt diese drei Düfte, die sich nur mit dem Wind verbreiten, nicht gegen den Wind. Welche drei? Den Duft von Wurzeln, von Kernholz und von Blumen. Das sind die drei Düfte, die sich nur mit dem Wind verbreiten, nicht gegen den Wind. Gibt es einen Duft, der sich mit dem Wind, gegen den Wind und in beide Richtungen verbreitet?“

„Einen solchen Duft gibt es, Ānanda.“

„Und was, Herr, ist dieser Duft?“

„Da hat, Ānanda, in einem Dorf oder Marktflecken eine Frau oder ein Mann zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha Zuflucht genommen. Dieser Mensch tötet keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keine sexuellen Verfehlungen, lügt nicht und trinkt keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein. Er ist tugendhaft, von gutem Charakter. Er lebt im Haus, hat den Fleck des Geizes entfernt, gibt großzügig her, hat eine offene Hand, freut sich am Loslassen, ist der Wohltätigkeit verpflichtet und liebt es, zu geben und zu teilen.

Asketen und Brahmanen preisen ihn überall wegen dieser guten Eigenschaften, und sogar die Gottheiten preisen ihn. Das ist der Duft, der sich mit dem Wind, gegen den Wind und in beide Richtungen verbreitet.

Blumenduft weht nicht gegen den Wind, noch Sandelholz, Oleander oder Jasmin. Doch der Duft des Guten weht gegen den Wind: Die Tugend eines wahren Menschen duftet in alle Himmelsrichtungen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).