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AN3.140

14. Das Kapitel über einen Krieger

14. Yodhājīvavagga

Ein wildes Fohlen

„Mönche und Nonnen, ich will über drei wilde Fohlen und drei wilde Menschen sprechen. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

„Ja, Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Was sind die drei wilden Fohlen? Ein wildes Fohlen ist schnell, aber nicht schön und nicht wohlgestaltet. Ein anderes wildes Fohlen ist schnell und schön, aber nicht wohlgestaltet. Und wieder ein anderes wildes Fohlen ist schnell, schön und wohlgestaltet.

Das sind die drei wilden Fohlen.

Und was sind die drei wilden Menschen? Ein wilder Mensch ist schnell, aber nicht schön und nicht wohlgestaltet. Ein anderer wilder Mensch ist schnell und schön, aber nicht wohlgestaltet. Und wieder ein anderer wilder Mensch ist schnell, schön und wohlgestaltet.

Und wie ist ein wilder Mensch schnell, aber nicht schön und nicht wohlgestaltet? Da versteht ein Mönch wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Das ist seine Schnelligkeit, sage ich. Aber wenn man ihm eine Frage über die Lehre oder Schulung stellt, zögert er und antwortet nicht. Das ist seine fehlende Schönheit, sage ich. Und er erhält keine Roben, kein Almosen, keine Unterkunft und keine Arznei und Krankenversorgung. Das ist sein fehlendes Wohlgestaltetsein, sage ich. So ist ein wilder Mensch schnell, aber nicht schön und nicht wohlgestaltet.

Und wie ist ein wilder Mensch schnell und schön, aber nicht wohlgestaltet? Da versteht ein Mönch wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Das ist seine Schnelligkeit, sage ich. Wenn man ihm eine Frage über die Lehre oder Schulung stellt, antwortet er, ohne zu zögern. Das ist seine Schönheit, sage ich. Aber er erhält keine Roben, kein Almosen, keine Unterkunft und keine Arznei und Krankenversorgung. Das ist sein fehlendes Wohlgestaltetsein, sage ich. So ist ein wilder Mensch schnell und schön, aber nicht wohlgestaltet.

Und wie ist ein wilder Mensch schnell, schön und wohlgestaltet? Da versteht ein Mönch wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Das ist seine Schnelligkeit, sage ich. Wenn man ihm eine Frage über die Lehre oder Schulung stellt, antwortet er, ohne zu zögern. Das ist seine Schönheit, sage ich. Und er erhält Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung. Das ist sein Wohlgestaltetsein, sage ich. So ist ein wilder Mensch schnell, schön und wohlgestaltet.

Das sind die drei wilden Menschen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).